Reizvolle Fachwerkstadt

(djd). Eine schöne Mittelgebirgslandschaft, historische Gemäuer und eine gute, bodenständige Küche: Wer all dies in seinem Urlaub erleben möchte, ist in Ostheim vor der Rhön richtig. Sie ist eine der malerischsten Fachwerkstädte Frankens und liegt mitten im Naturpark Rhön. Bewegungshungrige kommen auf dem großen Wander- und Radwegenetz, welches das reizvolle Streutal und die nahe Rhön durchzieht, auf ihre Kosten. Aber auch Geschichtsinteressierte können sich auf eine Reihe bedeutender Denkmäler freuen. Verbinden lassen sich aktiver und kultureller Genuss beispielsweise bei einer gemütlichen Wanderung über den sogenannten Fuchsweg, der zur Lichtenburg führt. Vom 31 Meter hohen Bergfried der mittelalterlichen Anlage sind spektakuläre Weitblicke möglich.

Lebendige Kirchenburg

Ostheim ist jedoch vor allem berühmt für seine Kirchenburg. Als größte und am besten erhaltene ihrer Art in Deutschland wurde sie 2003 zum „Denkmal von nationaler Bedeutung“ erklärt. Die Kirche Sankt Michael gehört zu den frühesten evangelischen Stadtkirchen und ist heute noch in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild vom Anfang des 17. Jahrhunderts erhalten. Um den Vorgängerbau herum wurde – um sich vor Angreifern zu schützen – bereits im 15. Jahrhundert eine Befestigungsanlage errichtet. Mit seiner doppelten Ringmauer, den fünf Wehrtürmen und sechs Bastionen präsentiert sich der Gebäudekomplex als außergewöhnlich wehrhaft. Bei geführten Rundgängen bekommen Besucher auch einen Einblick in einige der mehr als 60 Gewölbekeller, in denen die Bewohner in Kriegszeiten ihr Hab und Gut lagern konnten. Im Museum „Lebendige Kirchenburg“ können sich kleine und große Besucher auf eine spannende Zeitreise begeben. Unter http://www.ostheim-rhoen.de gibt es viele weitere Informationen.

Historienspiel am Originalschauplatz

In die Zeit des Dreißigjährigen Krieges entführt auch das Historienspiel, das am 26. und 27. Juli 2014 am Originalschauplatz rund um die Kirchenburg aufgeführt wird. Es handelt vom Kroatenüberfall im Jahr 1634. Zehn mutige Ostheimer stellten sich damals den katholischen Angreifern gegenüber, wurden gefangen genommen und konnten schließlich fliehen. Das von Pfarrer Christian Schümann verfasste und von Sonja Kovacevic inszenierte Stück erzählt auch vom zweifelhaften Sinn des Kriegs. Mit einem bunten Rahmenprogramm wird das Festwochenende eine Schau für Klein und Groß. Im „Lager“ rund um den Kirchberg erklingt historisches Liedgut, Schmied und Korbflechter zeigen ihre Handwerkskunst.

Scroll to Top
Scroll to Top