Reisezeit ist Autozeit

(djd). Das eigene Auto ist für die Deutschen weiter das Transportmittel der Wahl, wenn es in die Ferien geht: Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger fährt am liebsten mit dem eigenen Fahrzeug in den Urlaub, das hat der ADAC Reise-Monitor 2013 ergeben. Flugzeug und Bahn landen demnach mit einigem Abstand auf den Plätzen zwei und drei. Ob verlängertes Wochenende oder große Ferien – jede längere Autofahrt sollte gut geplant und vorbereitet werden. Ein gründlicher Check des Fahrzeugs, vom Licht über Bremsen und Ölstand bis zum Zustand der Reifen, gehört auf jeden Fall dazu.

Gerade die Reifen haben mit einem voll besetzten und zudem mit Koffern beladenen Fahrzeug buchstäblich schwer zu tragen. Der Luftdruck sollte daher ebenso kontrolliert werden wie das Profil der Pneus. Ein zu niedriger Luftdruck verursacht einen höheren Kraftstoffverbrauch, verlängert den Bremsweg und kann auch zu höherem Verschleiß führen – besonders bei langen Fahrten im Sommer. In Sachen Profil schreibt der Gesetzgeber ein Mindestmaß für Sommerreifen von 1,6 Millimetern vor. Experten empfehlen allerdings, aus Sicherheitsgründen die Gummis spätestens bei drei Millimetern Restprofil zu erneuern.

Durchblick beim Reifenkauf

Wenn neue Sommerreifen fällig sind, hilft das neue EU-Reifenlabel bei der Suche. „Sicher, spritsparend und komfortabel wollen Autofahrer unterwegs sein – ganz besonders zur Reisezeit“, sagt Reifenexperte Thomas Weitz, Inhaber des Fachhandels Premio Karl Lingnau in Lünen. „Ein guter Start in den Urlaub fängt somit schon bei der Wahl des Reifens an.“ Das EU-Reifenlabel, mit dem neue Pneus im Handel zwingend gekennzeichnet sein müssen, informiert die Verbraucher auf einen Blick über Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und externes Ablaufgeräusch der jeweiligen Modelle. Das Bewertungssystem mit Buchstaben von A bis G ist von ähnlichen Energielabeln auf Waschmaschinen, Kühlschränken oder TV-Geräten bereits vertraut.

Für Sommerreifen sind die drei Qualitätskriterien besonders wichtig. So lassen sich beispielsweise mit einem Reifen der Klasse A gegenüber einem mit G bewerteten Modell über die gesamte Lebensdauer bis zu 300 Euro Kraftstoffkosten sparen. Neben dem Reifenlabel ist es hilfreich, sich im Fachhandel beraten zu lassen. Die Experten können etwa erläutern, welche Modelle in weiterführenden Tests überzeugen konnten. „Reifen von Qualitätsmarken wie etwa Dunlop oder Goodyear verbinden einen geringen Kraftstoffaufwand mit sehr guten Fahreigenschaften“, sagt Thomas Weitz. Ein zusätzlicher Tipp des Reifenexperten: „Wir füllen die Reifen auf Wunsch mit einem speziellen Reifengas. So bleibt der Druck auch auf dem Weg in den Urlaub länger konstant.“

Fahrzeugcheck vor dem Start in den Urlaub

Auch für Autofahrer, die nicht auf der Suche nach neuen Reifen sind, lohnt sich der Weg zum Reifenfachhändler. Ein kurzer Fahrzeugcheck vor dem Urlaub beispielsweise ist vor längeren Strecken empfehlenswert. Zum Serviceangebot zählen außerdem die Inspektion des Fahrzeugs nach den jeweiligen Herstellervorgaben, Klimaservice, Ölwechsel oder eine Überprüfung der Bremsen. Auch eine Achsvermessung sorgt für mehr Sicherheit. Die exakte Ausrichtung der Spur garantiert zudem eine bessere Laufleistung der Reifen.

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