Reinräume in der Medizin – sterile Umgebung für sichere Produkte

Reinräume in der Medizin

In kaum einer anderen Branche ist die Kontrolle von Keimen und Schmutzpartikeln so wichtig wie in der Medizin. In Krankenhäusern gibt es Desinfektionsmittelspender in jedem Raum und die Zutritte zu bestimmten Bereichen, wie zum Beispiel den Operationssälen sind nur nach einer gründlichen Reinigung und dem Anziehen spezieller Schutzkleidung gestattet. Dich nicht nur im Krankenhaus wird die Verbreitung von Schmutz- und Keimpartikeln rigoros kontrolliert. Auch in der Herstellung von Medizinprodukten wird auf die Nutzung von Reinräumen zurückgegriffen. So sollen die häufig sehr filigranen Geräte geschützt und der Verunreinigung von Medikament vorgebeugt werden. Wir haben in diesem Artikel zusammengefasst, was einen Reinraum ausmacht und welche Reinraumklassen es gibt. 

Reinraumausstattung vom Experten 

Der Aufbau und Erhalt eines Reinraums sind eine Aufgaben, für die man sich am besten einen erfahrenen und professionellen Partner an die Seite holt. Die Reinraumausstattung von cleantek ist von höchster Qualität und umfasst unter anderem Laminar Flow Module, Materialdurchreichen und Dekontaminationsduschen. 

So funktionieren Reinräume 

Ein Reinraum ist eine Arbeitsumgebung, in der es besonders wenige luftgetragene Partikel gibt. Bei diesen Partikeln handelt es sich um Teilchen oder Keime, die sich in der Umgebungsluft befinden und die mit dem bloßen Auge kaum wahrgenommen werden können. Dennoch könnten sie beim Kontakt mit sensibler Elektronik oder Medikamenten großen Schaden anrichten. Damit genau das nicht passiert, werden Reinräume so akribisch von diesen Teilchen gesäubert. Häufig dürfen zunächst nur Mitarbeiter diese Bereiche betreten, die dafür befugt sind und in den Räumlichkeiten Arbeiten verrichten müssen. Deswegen bleibt der Blick in einen Reinraum den meisten Menschen auch verborgen. Am Eingang des Reinraumbereichs muss in der Regel entsprechende Schutzkleidung angelegt werden. Meist umfasst diese Schutzkleidung einen Mantel, inklusive Überzieher für Schuhe und Haare. Der Umfang der Schutzkleidung richtet sich nach der Reinraumklasse und den Arbeiten, die in diesem verrichtet werden sollen. Eine Dekontaminationsdusche, auch Luftdusche genannt, reinigt die Personen vor dem Zutritt von losen Partikeln. In der Dusche werden die Partikel durch Luftströme aufgewirbelt und anschließend abgesaugt. Doch ein Reinraum muss nicht nur vor Partikeln von außen geschützt werden, sondern auch vor solchen, die erst im Reinraum entstehen. Dafür gibt es sogenannte Laminar Flow Einheiten. Diese erzeugen innerhalb des Reinraums einen konstanten Luftzug, der Partikel und Keime möglichst schnell aus dem Raum abtransportiert. Welche luftgetragenen Teilchen in einem Reinraum besonders im Fokus stehen, richtet sich vor allem nach den Produkten, die darin hegestellt werden. Die Halbleiter- und die Raumfahrtindustrie versuchen vor allem Partikel fernzuhalten, während es in der Lebensmittelindustrie besonders um luftgetragene Mikroorganismen geht. In der Medizin- und Pharmaindustrie spielt vor allem die Keimzahl im Allgemeinen eine Rolle, um eine Verunreinigung der Produkte ausschließen zu können. Um einzelne Reinräume unterscheiden zu können, wurden neben einer DIN-Norm für Reinräume auch sogenannte ISO Klassen festgelegt. In insgesamt 9 Kategorien werden hier Reinräume nach ihrem Partikelgehalt in der Luft unterschieden. Um den ISO Standard erhalten zu können, müssen die Betreiber von Reinräumen mit regelmäßigen Messungen feststellen, ob ihr Reinraum den entsprechenden Anforderungen genügt. Neben der Keimzahl werden in Reinräumen häufig auch noch andere Parameter wie zum Beispiel die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit geregelt, um die optimalen Bedingungen für die Herstellung des entsprechenden Produktes gewährleisten zu können.

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