Regenerationsfähigkeit der Leber: Düsseldorfer Arbeitsgruppe identifiziert neue Stammzelle

Die Stammzelle war bereits als sogenannte Sternzelle bekannt, doch wurde sie bislang nur mit chronischen Erkrankungen der Leber in Verbindung gebracht und als Verursacher der Leberfibrose angesehen. Transplantationsexperimente zeigten dagegen, dass die Sternzellen in Empfängertieren mit geschädigter Leber wesentlich an der Wiederherstellung des Lebergewebes über eine Bildung verschiedener Zelltypen mitwirken können. Sternzellen wurden nach ihrer Transplantation auch im Knochenmark von Empfängertieren gefunden und zeigten eine außerordentliche Ähnlichkeit mit den dort auftretenden mesenchymalen Stammzellen.

Diese Erkenntnisse tragen nicht nur zu einem besseren Verständnis regenerativer Prozesse in der Leber bei, sondern ermöglichen auch die Entwicklung neuer Verfahren zur Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen der Leber. Darüber hinaus gibt es auch vielversprechende Ansätze der Arbeitsgruppe zur Herstellung von Leberersatzgewebe aus isolierten Sternzellen sowie mesenchymalen Stammzellen des Knochenmarks, die zukünftig eine Alternative zu Organspenden darstellen könnten.

November 18, 2014 from The Journal of Clinical Investigation:
Claus Kordes,1 Iris Sawitza,1 Silke Götze,1 Diran Herebian,2 and Dieter Häussinger1
1Clinic of Gastroenterology, Hepatology and Infectious Diseases, and 2Department of General Pediatrics, Neonatology and Pediatric Cardiology, Heinrich Heine University, Düsseldorf, Germany,

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