Raman-Koryphäe am IPHT

Seinen vierwöchigen Aufenthalt verbringt Hamaguchi am Institut für Physikalische Chemie der FSU und am Institut für Photonische Technologien (IPHT). Dort gibt er Seminare zu seinen neuesten Forschungsergebnissen und informiert sich über die Forschungsthemen der verschiedenen Arbeitsgruppen.

Wie große Teile der IPHT-Belegschaft arbeitet Hamaguchi auf dem Gebiet der Raman-Spektroskopie. Dort kann er auf bedeutende Arbeiten mit allen Variationen der Raman-Spektroskopie verweisen. Insbesondere seine Ergebnisse zur zeitaufgelösten Resonanz-Raman-Spektroskopie an t-Stilben, einem Modellsystem für Molekülveränderungen durch Lichteinfluss, sind in Fachkreisen viel beachtet und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In jüngster Zeit beschäftigt sich Hamaguchi mit biologischen Systemen und insbesondere mit der Entwicklung von Technologien zur schnellen und schonenden Erfassung von Zellspektren. Beispiele sind die Entwicklung von Multifokus-Raman-Systemen und Breitband CARS Systemen. Hamaguchi ist Träger zahlreicher Ehrungen und Auszeichnungen, darunter der japanischen Ehrenmedaille für akademische Errungenschaften.

„Hamaguchi ist eine Koryphäe in der Raman-Forschung. Er ist ein hervorragender Lehrer und ich freue mich sehr, dass insbesondere unser Nachwuchs durch seine Vortragsserie viel von ihm lernen kann“, sagt Prof. Dr. Jürgen Popp, Wissenschaftlicher Direktor des IPHT und Leiter der Abteilung Spektroskopie und Bildgebung. Zusammen der Abteilung Nanoskopie von Prof. Dr. Volker Deckert sind gemeinsame Projekte mit Hamaguchi angedacht, darunter ortsaufgelöste Untersuchungen an ionischen Flüssigkeiten.

Seit 2005 lädt die Friedrich-Schiller-Universität Jena bedeutende Wissenschaftler im Bereich der Optik nach Jena als Gastprofessoren ein. Anlässlich des 100. Todestages von Ernst Abbe hatte die Carl-Zeiss AG 150.000 Euro gestiftet, um das Gastprofessorenprogramm zu ermöglichen.

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