Radtouren gegen Herzschwäche ein Erfolg

(djd). Von Ende April bis Mitte Mai fand in ganz Deutschland eine spezielle Veranstaltung zum Thema Fahrrad statt: Bei der „Tour mit Herz“ traten von Kiel bis Freiburg zahlreiche Menschen in die Pedale, um auf die Volkskrankheit Herzschwäche aufmerksam zu machen. So starteten bei der Auftaktveranstaltung in Mannheim am 26. April rund 80 Radler am Rosengarten zu der einstündigen Rundfahrt – von Familien mit Kindern über Hobbyradler bis zu Senioren. In den folgenden Wochen ging es dann in zehn weiteren Städten auf Tour, unter anderem in Bremen, Braunschweig, Erlangen, Hamburg, Jena, München und Würzburg.

Aufklärung und Prävention erforderlich

Aufgerufen zu den Radel-Events hatte das Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Das Ziel: Aufklärung und Anregung zur Prävention durch gesundheitsbewusstes Verhalten. Beides ist dringend notwendig, denn obwohl zwei bis drei Millionen Deutsche unter Herzschwäche leiden, ist die gefährliche Krankheit in der Bevölkerung kaum bekannt. „Bei Herzschwäche denkt keiner gleich ans Sterben“, weiß Professor Georg Ertl, Sprecher des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz. „Dabei ist die Sterblichkeit von Herzschwächepatienten höher als bei vielen Krebserkrankungen.“ In Deutschland ist Herzschwäche die häufigste Ursache für eine Krankenhauseinweisung. Doch oft werden die Symptome wie Luftnot, Erschöpfung und geschwollene Beine als banale Alterserscheinungen abgetan und zu lange ignoriert.

Bewegung ist Trumpf

Neben gesunder Ernährung sowie dem Verzicht auf Nikotin und größere Mengen Alkohol ist vor allem Bewegung eine der besten Präventionsmaßnahmen. So kann laut der Weltgesundheitsorganisation WHO das Risiko einer im mittleren Alter auftretenden Herz-Kreislauf-Erkrankung durch regelmäßiges Radfahren um das 20-Fache verringert werden. Die vielen Teilnehmer der „Tour mit Herz“ haben bei der Premiere der Fahrradkampagne bewiesen, dass (fast) jeder dabei mitmachen und mit Spaß gesund bleiben kann. Höchste Zeit also, dem Drahtesel mal wieder etwas Auslauf zu verschaffen.

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