Radpioniere auf dem Balkan

(djd). Der Donauradweg gehört zu den Strecken, die als erste erschlossen wurden. Bis Wien zählt er zu den beliebtesten Strecken Europas. Deutlich weniger Touristen wagen sich danach bis Budapest. Nachdem der Radweg mittlerweile als Europaradweg E6 bis Belgrad ausgebaut wurde, können Abenteuerlustige sich nun noch tiefer hinein in den Balkan begeben.

Menschenleere Natur und alte Städte

Die Strecke führt auch durch vier Nationalparks, darunter Kopački rit in Kroatien mit den einzigen Süßwasserschildkröten in ganz Europa. Der Weg streift alte Städte aus der Donaumonarchie und quert die Ländergrenzen zwischen Ungarn und Kroatien sowie zwischen Kroatien und Serbien. Wer individuell, aber doch mit der nötigen Sicherheit und Bequemlichkeit radeln möchte, kann die Tour beispielsweise beim Veranstalter Donau Touristik buchen. Hier werden die Teilnehmer nicht nur mit genauem Kartenmaterial und Leihfahrrädern versorgt. Bei stark befahrenen Abschnitten oder wenn die Kondition einmal nachlassen sollte, können sie im Begleitbus mitfahren. Alle Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es unter http://www.donaureisen.at im Internet.

Ungarn: Weite Steppen und historische Städte

Sieben Tage dauert die rund 350 Kilometer lange Tour, die zu 90 Prozent auf markierten Damm- und Radwegen verläuft. Nach der Anreise mit Möglichkeit zu einem geführten Stadtrundgang in Budapest starten die Radler am nächsten Morgen zur ersten Etappe nach Ráckeve, einer verträumten Kleinstadt mit einem barocken Schloss aus dem 18. Jahrhundert. Umgebaut zum Hotel, dient es den Teilnehmern als Übernachtungsstätte. Am nächsten Tag schmücken kleine Bauernorte das Landschaftsbild, bis schließlich Kalocsa – eine der ältesten Städte Ungarns – erreicht ist. Wie ein Felsen erhebt sich weithin sichtbar der Dom im historischen Zentrum. Empfehlenswert ist auch die prachtvolle barocke Bibliothek im Bischofspalast. Am folgenden Tag geht es vorbei am Hortobágyi Nemzeti-Nationalpark. Er umfasst das größte mitteleuropäische Steppengebiet, in dem 90 Prozent der einheimischen Vogelarten vorkommen. Ziel des heutigen Tages ist Mohács. Nach der Ankunft können die Radler an einem Vortrag zum „Leben in Ungarn heute“ und an einer Stadtführung teilnehmen.

Durch Kroatien nach Serbien

Nach dem Grenzübertritt von Ungarn nach Kroatien schwingen sich die Teilnehmer in den Sattel, um durch den Nationalpark Kopački rit zu fahren und mit etwas Glück Süßwasserschildkröten zu entdecken. Das Etappenziel ist die kroatische Stadt Osijek. Kroatien hat mit 137 Kilometern nur einen kleinen Anteil am Donaustrom. Daher betritt man am sechsten Tourtag auch schon serbisches Gebiet. Dort geht es durch eine ursprüngliche Region nach Bačka Palanka, einst Hauptort der Donauschwaben. Das Tagesziel Novi Sad beeindruckt durch die bombastische Festung Petrovaradin, die zwischen 1692 und 1780 erbaut wurde. Mit 112 Hektar war sie die wichtigste Bastion Österreich-Ungarns auf dem Balkan. Die Reise endet in Belgrad bei einer gemeinsamen Festungsführung. Vom Wahrzeichen der Stadt aus bietet sich ein weiter Blick auf den Zusammenfluss von Donau und Save.

KURZTEXT:

Drei Länder und ein Hauch von Abenteuer

(djd). Drei Länder – Ungarn, Kroatien und Serbien – teilen sich den Abschnitt der „Mittleren Donau“. Durch diese exotische Region mit ihren Auen, weiten Steppenlandschaften und dünn besiedelten Flächen führt der Donauradweg von Budapest nach Belgrad. Mit dem Veranstalter Donau Touristik beispielsweise können Radbegeisterte bequem die bisher wenig befahrene Strecke in Angriff nehmen. Dieser Abschnitt des Europaradwegs E6 führt in die Puszta, durch vier Nationalparks und an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Ein ausgewiesener Balkankenner steht jeweils abends zur Tourenberatung zur Verfügung, ein Begleitfahrzeug ermöglicht täglich die Mitfahrt von unterwegs ans Ziel. Weitere Informationen gibt es unter http://www.donaureisen.at im Internet.

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