Querdenken – und Querhandeln

(djd). Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 180 Milliarden Euro und 2,6 Millionen Beschäftigten ist die Logistik die drittgrößte Branche in Deutschland. Dieser Wirtschaftszweig zeichnet sich vor allem durch seine einzigartige Komplexität aus. In kaum einem anderen Bereich sind die Wandlungen und Umbrüche in der globalisierten Wirtschaft so spürbar wie in der Logistik – sie muss die Weltwirtschaft unter ständig veränderten Bedingungen quasi „am Laufen“ halten.

Auf unerwartete Probleme angemessen reagieren

In keiner anderen Branche kann man deshalb so eindrucksvoll lernen, was es heißt, mit komplexen Prozessen umzugehen, und welches Wissen und welche Fähigkeiten notwendig sind, um auf unerwartete Probleme angemessen reagieren zu können. Die Universität Würzburg trägt diesen Herausforderungen im Rahmen des Studiums zum Master of Business Administration (MBA) Rechnung. Im Modul „Logistik“ werden den Teilnehmern praxisorientiert die Grundlagen der Logistik, der Produktion sowie der Planung und Beherrschung innerbetrieblicher und unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse vermittelt.

Das heißt aber keineswegs, dass die Teilnehmer an dieser einwöchigen Weiterbildungsveranstaltung aus der Logistikbranche kommen oder in dieser arbeiten müssen. „Der Logistikkurs richtet sich wie der gesamte MBA-Studiengang an Manager mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung, die abstrakt und bereichsübergreifend denken und gleichzeitig moderne Informationssysteme geschickt nutzen wollen“, betont Dr. Claus Böhnlein, der die Kurswoche leitet. Führungskräften werde heute eine ausgeprägte Fähigkeit zu ganzheitlichem „Querdenken“ und „Querhandeln“ über etablierte Abteilungsgrenzen hinweg abverlangt. „Und diese Fähigkeit erlernt man am besten am Beispiel der Logistik“, so Dr. Böhnlein.

Zweijähriges berufsbegleitendes MBA-Studium

Neben den fundierten Logistikkenntnissen werden im Rahmen des berufsbegleitend angelegten MBA-Studiums an der Universität Würzburg alle notwendigen Kenntnisse und Methoden vermittelt, um die Teilnehmer für Führungsaufgaben in Unternehmen zu qualifizieren. Die MBA-Absolventen beherrschen schließlich sämtliche Bereiche der erfolgreichen Unternehmensleitung wie etwa Finanz- und Geschäftsprozessmanagement, Marketing sowie Personal, Führung und Organisation im Fokus einer zukunftsorientierten Betriebswirtschaft. Typische MBA-Kandidaten sind Ingenieure, Naturwissenschaftler und Mediziner, die sich für Managementpositionen empfehlen und qualifizieren möchten. Weit mehr als 300 Teilnehmer haben in den gut zwölf Jahren des Bestehens bereits ihr MBA-Studium in Würzburg erfolgreich abgeschlossen.

Ausgeprägte Internationalität

Professor Dr. Rainer Thome, akademischer Direktor des Programms, betont, dass der Einzelne durch die Teilnahme an dieser Weiterbildungsmaßnahme seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern könne, denn die dort erlernten Kompetenzen seien immer häufiger Teil beruflicher Anforderungsprofile. Ein weiteres wesentliches Merkmal des Studiengangs ist der durchgängige Bezug auf internationale Aspekte in allen Lehreinheiten. „Auf diese Weise werden die Teilnehmer befähigt, die Chancen und Risiken der Globalisierung zu erkennen und auch grenzüberschreitende Projekte zu leiten“, so Thome. Durch die Einbindung zweier Partneruniversitäten in den USA und – ganz neu – einer Partneruniversität in der chinesischen Hauptstadt Peking ist die Internationalität innerhalb der MBA-Weiterbildung an der Universität Würzburg besonders ausgeprägt.

Scroll to Top