Qualitätssteigerung, -sicherung und Patientensicherheit

Qualitätssteigerung, Qualitätssicherung
und Patientensicherheit

In der deutschen Presselandschaft finden sich immer wieder und verstärkt in den letzten Wochen Artikel und Beiträge zum Thema „Rückenoperationen“ und „Rückenschmerzen“. Angeführt wird, dass ein Großteil der heutzutage jährlich durchgeführten Wirbelsäulenoperationen nicht erforderlich sei und die Qualität der Behandlung zu wünschen übrig lasse.

Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft hat sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit diesem Thema befasst und zum Erhalt und der Verbesserung der Behandlungsqualität eine freiwillige, personengebundene Zertifizierung ins Leben gerufen.

Der Vorstand der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft hat am 10.09.2011 diese in Europa vom Umfang her einzigartige Zertifizierung beschlossen, nachdem bereits im Jahr 2009 das Weiterbildungsprogramm erweitert worden war und die zum Erhalt der Zertifizierung notwendigen Basiskurse ins Leben gerufen wurden. Diese Basiskurse sind in sechs Module gegliedert und stellen den Kernbestandteil der Zertifizierung dar. Auch die Kostenträger unterstützen diesen essentiellen Schritt im Sinne der Patientensicherheit. Die personengebundene Zertifizierung und die zukünftig vorgesehene institutsgebundene Zertifizierung sind Thema in den Gesprächen mit den Krankenkassenverbänden und den anderen Fachgesellschaften, die sich mit den Behandlungen an der Wirbelsäule befassen.

Ein weiterer Schritt zur Qualitätssicherung ist die Einrichtung eines nationalen Wirbelsäulenregisters. Unter der Leitung des Vorsitzenden der Kommission Wirbelsäulenregister Dr. Frerk Meyer, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg, Chefarzt der Neurochirurgie, wurde ein nationales Wirbelsäulenregister entwickelt. Hier ist möglich, ab sofort Daten in eine Datenbank einzugeben, deren Auswertungen mittel- und langfristig zur besseren Wertung von Behandlungsmaßnahmen und damit zu einer weiteren Qualitätssteigerung führen.

Angelehnt an das europäische Wirbelsäulenregister „Spine Tango“ haben Operateure und Kliniken aus ganz Deutschland die Möglichkeit, Verläufe und Entwicklungen ihrer Eingriffe an der Wirbelsäule zu erfassen und damit die gewonnenen Erfahrungen zu dokumentieren.

Durch ein standardisiertes Evaluationsprotokoll können eine große Fallzahl anonymisiert gesammelt und eine „Realität“ abgebildet werden. Darauf kann dann online jederzeit zugegriffen werden. Das Register erlaubt zudem Vergleichsanalysen verschiedener Verfahren und lässt eine Analyse für die einzelnen Chirurgen im Vergleich zum Gesamtpool zu. Klare Ziele sind die Qualitätssicherung, die Optimierung der Patientenversorgung und der Behandlungsqualität durch die Erarbeitung von Fachdisziplinen übergreifenden Konzepten.

Auf dem Kongress der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft vom 08.-10.12.2011 in Hamburg wird man sich in einer Pressekonferenz den in den letzten Wochen argumentativ aufgegriffenen Vorwürfen der übermäßigen Behandlung stellen und die entwickelten Konzepte präsentieren.

Die Pressekonferenz findet am Mittwoch, den 07.12.2011 von 13.30 bis 14.30 Uhr im Saal „Sao Paolo“ im Congress Centrum Hamburg statt. Journalisten werden bereits jetzt herzlich eingeladen, die Pressekonferenz zu besuchen und sich auch im Anschluss auf dem Kongress über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Wirbelsäulenerkrankungen zu informieren.

Bitte akkreditieren Sie sich auf der genannten Kongress-Homepage. Alle Informationen zum 6. Deutschen Wirbelsäulenkongreß, Kontaktmöglichkeiten und natürlich das vollständige Programm finden Sie auf der Homepage www.dwg2011.de.

Kontakt für Rückfragen/Akkreditierung:
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Romy Held
Carl-Pulfrich-Str. 1, 07745 Jena
Tel.: 03641/3116280
presse@conventus.de

Dr. Philip Lübke
Lubinus Clinicum
Steenbeker Weg 25

24106 Kiel
Tel.: 0176 / 609 41 419
p.luebke@dwg.org

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