Psychotherapieausbildung: Psychologische Universitätsinstitute unterstützen Gesetzesreform

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und der Fakultätentag Psychologie unterstützen in einer aktuellen Stellungnahme das Gesetzesvorhaben zur Psychotherapieausbildungsreform. „Psychotherapie ist ein verantwortungsvoller Heilberuf. Um hohe und einheitliche Standards sicherzustellen, muss die Ausbildung universitär verankert bleiben, wie es auch bei den anderen akademischen Heilberufen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie der Fall ist“, sagt Birgit Spinath, Präsidentin der DGPs. „International anerkannte Psychotherapieforschung aus Deutschland findet fast ausschließlich an universitären Fakultäten statt, so dass nur hier die enge Vernetzung von Forschungsaktivitäten, Lehre und Versorgung gesichert ist.“

Der Fakultätentag Psychologie als Vertretung von 55 psychologischen Universitätsinstituten hat sich eindeutig für eine Unterstützung der Gesetzesreform ausgesprochen. Entsprechend haben die universitären psychologischen Institute bereits flächendeckend Vorbereitungen eingeleitet, um die reformierten Studiengänge einzurichten. Ein polyvalenter Bachelorstudiengang für Psychologie wird die Anforderungen der Approbationsordnung abdecken und gleichzeitig die Grundlagen für andere psychologische Arbeitsfelder legen. So können die Studierenden nach dem Bachelorstudium zwischen verschiedenen Masterprogrammen wählen. Auf die Approbationsprüfung bereiten spezialisierte Masterstudiengänge mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie vor. „Wir halten eine Umsetzung trotz der engen Zeitvorgaben bis zum Inkrafttreten des Gesetzes für möglich – sofern der finanzielle Mehraufwand für die Umsetzung der neuen Studiengänge verlässlich zugesagt wird“, erklärt Prof. Conny H. Antoni, Vorsitzender des Fakultätentages Psychologie. „Die Inhalte der Approbationsordnung müssen außerdem entsprechend des beispielhaften Studienplans definiert werden, wie er mit dem Referentenentwurf veröffentlicht wurde.“

Ansprechpartner bei Rückfragen:

Prof. Dr. Birgit Spinath
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs), Professorin für Pädagogische Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Tel.: 06221 547355
E-Mail: Birgit.Spinath@psychologie.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Conny H. Antoni
Vorsitzender des Fakultätentages Psychologie, Mitglied der Kommission Psychologie und Psychotherapieausbildung, Professor für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie an der Universität Trier
Ansprechpartner für akademische und fachpolitische Fragen im Zuge der Reform des Psychotherapeutengesetzes
Tel.: 0651 2012030
E-Mail: antoni@uni-trier.de

Prof. Dr. Winfried Rief
Vorsitzender der Kommission Psychologie und Psychotherapieausbildung, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Marburg
Ansprechpartner für Details der Psychotherapieausbildung, der Versorgung und alle Fragen rund um die Vernetzung von Psychologiestudium, Psychotherapieausbildung
Tel.: 06421 2823657
E-Mail: riefw@staff.uni-marburg.de

Pressestelle der DGPs:
Dr. Anne Klostermann
Pressereferentin der DGPs
Tel.: 030 28047718
E-Mail: pressestelle@dgps.de

Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die über 4500 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag.
Die Pressestelle der DGPs informiert die Öffentlichkeit über Beiträge der Psychologie zu gesellschaftlich relevanten Themen. Darüber hinaus stellt die DGPs Journalisten eine Datenbank von Experten für unterschiedliche Fachgebiete zur Verfügung, die Auskunft zu spezifischen Fragestellungen geben können.
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