Psychiatrie und Psychotherapie kontrovers – was nützt und was hilft tatsächlich?

„Als Mediziner und Therapeuten haben wir differenzierte Auffassungen und Meinungen zu diagnostischen Prozessen und zur Behandlung der jeweiligen Erkrankung. Wir sind nicht selten unterschiedlicher Meinung, da wir unsere Entscheidungen auf jahrelangen Erfahrungen, Tatsachen und Erfolgen stützen. Auf dieser Basis können wir uns dann zu Recht als Experten bezeichnen“, erklärt Prof. Dr. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikums Bochum, den Ansatz der diesjährigen Tagung.

Mit ausgewiesenen Experten auf deren jeweiligen Gebieten in den Diskurs zu gehen, ist daher Wunsch der Gastgeber der Bochum-Essener-Psychiatriegespräche 2019. Ursachen, Gemeinsamkeiten und Kontroversen unterschiedlicher Sichtweisen auf den Grund zu gehen, führen beispielsweise zu den Fragen: Wie zielführend sind unterschiedliche diagnostische Klassifikationssysteme wie das ICD-11 und das DSM-V? Stehen sich die klassische Psychopathologie und die moderne Krankheitslehre im Weg? Welche Behandlung ist tatsächlich die bessere: Pille und/oder Therapie? Vortragende sind neben Prof. Juckel unter anderem Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Jürgen Margraf, Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Dr. Ronald Bottlender, Märkisches Klinikum Lüdenscheid.

Zur Tagungsreihe:
In einem Zusammenschluss von Bochumer und Essener Kliniken wurden vor einigen Jahren die „Bochum-Essener-Psychiatriegespräche“ ins Leben gerufen, die jährlich wechselnd in Bochum und Essen stattfinden. Aufgabe der Psychiatriegespräche ist es, regional wie überregional im Kreise aller in der Psychiatrie tätigen Berufsgruppen verschiedene in Klinik und Praxis relevante Themen vorzustellen und zu diskutieren. Neben dem LWL-Universitätsklinikum Bochum sind das Martin-Luther-Krankenhaus Bochum, das LVR-Universitätsklinikum Duisburg-Essen und die Kliniken Essen-Mitte beteiligt.

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