Protestaktion zur Ersatzvornahme d. BMGs-neues Entgeltsystem f. Psychiatrie, Psychotherapie u. PSOM

Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen, aber auch Demenzen und Suchterkrankungen, gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Sie verursachen massives Leid von Patienten und Angehörigen und führen zu immensen volkswirtschaftlichen Kosten. Die Krankheitskosten psychischer Störungen liegen an dritter Stelle aller Diagnosegruppen. Es ist deshalb erfreulich, dass Deutschland derzeit über ein sehr effektives und qualitativ hochwertiges System zur ambulanten und stationären Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen verfügt. Die Qualität dieses Versorgungssystems ist jedoch aus Sicht das Aktionsbündnis aktuell durch eine geplante Rechtsverordnung durch das Bundesministerium für Gesundheit äußerst gefährdet.

Notwendig wurde unsere Initiative, weil das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Expertise der Fachwelt, der Angehörigen und Betroffenen seit langem vollständig ignoriert und sich aktuell anschickt, ein völlig inakzeptables Entgeltsystem für die stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung gegen das dezidierte Votum der Fachleute und der Deutschen Krankenhausgesellschaft per Rechtsverordnung in Kraft zu setzen.

Sollte diese Verordnung jetzt in Kraft gesetzt werden befürchten wir eine gravierende Beein-trächtigung insbesondere bei der Versorgung von chronisch psychische Kranken.

Aus Anlass der Anhörung zum Referentenentwurf zur Verordnung zum pauschalierenden Entgeltsystem im BMG findet eine Protestaktion mit Übergabe von Unterschriftenlisten der Klinikvertreter statt.

Protestaktion

am Montag, den 12. November 2012, um 11.30 Uhr
vor dem Bundesministerium für Gesundheit,
Friedrichstraße 108 in 10117 Berlin.
werden die Unterschriften übergeben.

Um den Medien und der Öffentlichkeit die Hintergründe dieser Aktion zu erläutern laden wir Sie recht herzlich zur

Pressekonferenz

am Montag, den 12. November 2012, um 13.00 Uhr,
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 2-3,
Schiffbauerdamm 40/ Ecke Reinhardtstr. 55, 10117 Berlin

ein und möchten Sie gerne über die Positionen des neu gegründeten Aktionsbündnisses informieren. Für Ihre Fragen stehen zur Verfügung:

• Prof. Dr. med. Peter Falkai
President DGPPN e.V.

• Prof. Dr. Karl H. Beine
Sprecher der ACKPA e.V.

• Prof. Dr. Thomas Pollmächer
Vorsitzender Bundesdirektorenkonferenz

• Prof. Dr. Renate Schepker
2. Vorsitzende BAG KJPP e.V.

• Dietmar Geissler
DGBS e.V. Betroffenenvertreter

• Gudrun Schliebener
Vorsitzende BApK e.V., Angehörigenvertreter

Wir würden uns sehr freuen, Sie zur Pressekonferenz des Aktionsbündnisses Zeit für psychische Gesundheit persönlich begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Peter Falka
Präsident DGPPN e.V.

Prof. Dr. Thomas Pollmächer
Vorsitzender Bundesdirektorenkonferenz

Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne
Präsident DGKJP e.V.

Prof. Dr. Karl H. Beine
Sprecher der ACKPA e.V.

Prof. Dr. Renate Schepker
2. Vorsitzende BAG KJPP e.V.

Joachim Hübner
Vorsitzender BAG Psychiatrie e.V.

Hans-Ulrich Neunhoeffer
Vorsitzender BAG KJP e.V.

Heinz Lepper
Vorsitzender BFLK e.V.

Holger Höhmann
Vorstandsvorsitzender AKP e.V.

Prof. Dr. Georg Juckel
DGBS e.V.

Gudrun Schliebener
Vorsitzende BApK e.V.

Ruth Ahrens
Präsidentin DFPP e.V.

Thomas Müller Rörich
Vorsitzender DepressionsLiga e.V.

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