Proteine mit vielen Facetten: Adhäsions-GPCR

Bei dem Workshop am Physiologischen Institut geht es um die so genannten Adhäsions-G-Protein-gekoppelten Rezeptoren, kurz Adhäsions-GPCR genannt. Diese Proteine sitzen auf der Oberfläche von Zellen und sind vermutlich an deren Aneinanderhaftung beteiligt. „Obwohl sie zu den ältesten und größten Oberflächenmolekülen im Tierreich zählen, weiß man nur sehr wenig über sie“, sagt der Physiologe Tobias Langenhan, der den Workshop organisiert.

Vielfältige Funktionen im Organismus

In den vergangenen Jahren haben sich Hinweise und Nachweise gehäuft, dass die Adhäsions-GPCR maßgebliche Funktionen im Gehirn, im Herz-Kreislauf-System, im Immunsystem, bei der Entstehung und der Metastasierung von Tumoren und bei der Embryonalentwicklung ausüben. Entsprechend bietet der Workshop Inhalte, die für viele Biomediziner interessant sein können – von Grundlagenwissenschaftlern bis hin zu klinisch tätigen Forschern und Biologen.

Regelmäßige Tagungen über Adhäsions-GPCR finden erst seit 2002 statt. Bislang wurden sie in Oxford, Amsterdam und Leipzig abgehalten. Zum Workshop in Würzburg kommen nun rund 40 Wissenschaftler, die ihre Daten in Vorträgen oder auf Postern präsentieren. Unter anderem hat sich der Immunologe und Pathologe Siamon Gordon aus Oxford angesagt, der das Forschungsgebiet der Adhäsions-GPCR mitbegründet hat.

Tagungsort und Programm

Der Workshop findet von Donnerstag bis Samstag, 6. bis 8. September, im Hörsaal des Physiologischen Instituts am Röntgenring 9 statt. Er steht allen Interessierten offen und kann kostenlos besucht werden; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen und das wissenschaftliche Programm sind auf der Homepage der Tagung zu finden bzw. hier als Pdf-Download verfügbar.

Zur Homepage des Adhesion-GPCR-Workshops:

Kontakt

Dr. Tobias Langenhan, Physiologisches Institut der Universität Würzburg, T (0931) 31-88681, tobias.langenhan@uni-wuerzburg.de

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