Mit irreversibler Elektroporation gegen Prostatakrebs

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Bei Prostata-Erkrankungen wird die irreversible Elektroporation im Rahmen einer schonenden Diagnose und Behandlung in der Klinik für Prostata-Therapie eingesetzt. Dr. Thomas Dill und Dr. Martin Löhr nutzen das Verfahren nach eigenen Angaben erfolgreich im Kampf gegen Prostata-Krebs. Bei der irreversiblen Elektroporation machen kurz gepulste elektrische Felder und extrem kurze Stromstöße die Zellmembran durchlässig. Es entstehen sogenannte Nano-Poren, die zum Tod der Krebszellen führen, während sich das umliegende gesunde Gewebe rasch wieder erholt.

Die elektrischen Felder werden lokal eng begrenzt und zielgerichtet („fokal“) auf den Tumor gerichtet. Die Urologen platzieren dazu rings um das Behandlungsareal zwei bis sechs Elektroden, zwischen denen das gepulste elektrische Feld aufgebaut wird. Zwar steigt die Stromstärke dabei auf bis zu 50 Ampère an, jedoch kommt es zu keinen unerwünschten, thermischen Effekten, da die Hochspannungsimpulse mit etwa 70 Mikrosekunden (µs) sehr kurz sind.

Die Elektroden werden mit hoher Genauigkeit über eine Metallschablone in die Prostata geführt, nachdem Lage und Größe des Tumors mit einer Kombination aus Ultraschall und Magnetresonanztomographie (MRT) festgestellt wurden.

„Der Patient merkt von alledem nichts, da er sich in einer schonenden Vollnarkose befindet“, erklärt Dr. Dill, der zusammen mit Dr. Löhr die Heidelberger Spezialklinik leitet. In der Regel kann der Patient die Klinik schon am Tag nach dem Eingriff wieder verlassen. Eine Konkurrenz zu dem ebenfalls in der Klinik eingesetzten hochintensiven Ultraschall-Verfahren (HIFU) sehen die Urologen nicht; im Gegenteil: „Wir können nun auch Tumoren angehen, die aufgrund ihrer Größe, ihrer Lage oder des hohen Verkalkungsgrades der Prostata bisher mit HIFU nicht behandelt werden konnten“, versichert Dr. Löhr.

Weitere Informationen
Klinik für Prostata-Therapie GmbH
Bergheimer Straße 56a
D-69115 Heidelberg
www.prostata-therapie.de

 

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