Prominenter deutscher Stammzell-Forscher zu Gast an der Saar-Uni

Bei dem Vortrag in englischer Sprache geht es um die so genannten neuen induzierten pluripotenten Stammzellen. Diese spielen für die biomedizinische Forschung und den Kampf gegen Krankheiten wie Parkinson eine wichtige Rolle. Zusammen mit dem Saarbrücker Professor Jörn Walter und weiteren Kollegen erforscht Hans Schöler, wie normale Gewebe-Zellen zu den so genannten pluripotenten Stammzellen umprogrammiert werden können. Pluripotente Zellen können sich zu jedem Zelltyp eines Organismus entwickeln. Sie sind aber nicht so wandlungsfähig und universell einsetzbar wie embryonale Stammzellen. Im Hinblick auf die ethische Diskussion um embryonale Stammzellen wird die Forschung zum Thema pluripotente Stammzellen immer wichtiger.

Professor Schöler und Professor Walter haben zusammen mit anderen Wissenschaftlern das Schwerpunktprogramm "Pluripotenz und Reprogrammierung" ins Leben gerufen, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Dabei analysieren sie unter anderem molekulare Mechanismen, die dazu führen, dass aus normalen Gewebe-Zellen wieder pluripotente Stammzellen werden.

Der 1953 geborene Stammzellexperte Hans Schöler arbeitet seit 2004 am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster. Zuvor war der renommierte Forscher an der University of Pennsylvania und am Heidelberger European Molecular Biology Laboratory tätig. Er ist Mitglied der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellforschung (ZES). Der Forscher glaubt, dass mithilfe der Stammzellforschung in ferner Zukunft eventuell auch schwere Krankheiten wie Parkinson geheilt werden können.

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Jörn Walter
Tel. 0681/302-4367 oder – 2425
E-Mail: j.walter@mx.uni-saarland.de
(idw, 01/2010)

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