Projekt der FH Kaiserslautern ist „Forschungsprojekt des Monats“ des BMBF

Wie exzellent die Fachhochschule (FH) Kaiserslautern und hier speziell der Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik auch im Bereich Forschung aufgestellt ist, unterstreicht die neuerliche Auszeichnung eines dort angesiedelten Projekts als „Forschungsprojekt des Monats“. Nachdem bereits im Juni letzten Jahres ein FH-Team unter der Leitung von Prof. Dr. Sven Ingebrandt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit diesem Preis bedacht worden war, ist es nunmehr Prof. Dr. Hildegard Möbius, deren Forschung zur „Interaktion zwischen magnetischen Nanopartikeln und Zellen“ diese besondere Würdigung und Auszeichnung erfährt.

Magnetische Nanopartikel, mit denen sich das Forschungsprojekt des Monats November speziell beschäftigt, sind kleinste Teilchen, deren Größe im Bereich von Nanometern liegt. Damit sind sie deutlich größer als Atome, jedoch kleiner als Zellen. Sie werden beispielsweise aus Eisenverbindungen hergestellt und können, abhängig von der Nutzung, in ihrer Größe variiert werden. Aufgrund ihrer magneti¬schen Eigenschaften gewinnen sie im biomedizinischen Bereich zunehmend an Bedeutung. Zu den bekann¬testen Anwendungen gehört der Einsatz als Kontrastmittel in der Kernspintomographie. In der Krebstherapie werden magnetische Nanopartikel verwendet, um Medikamente gezielt in die Krebszellen zu transportieren oder Tumore durch lokale Hitzeeinwirkung zu zerstören.

Die Wechselwirkungen zwischen magnetischen Nanopartikeln und Zellen sind in den genannten Anwendungs-feldern von zentraler Bedeutung. Nanopartikel interagie¬ren nicht nur mit der Zellmembran, sie können auch vollständig in eine Zelle eindringen. Das Team um Professor Möbius erforscht nun zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung sowohl die Interaktion zwischen magnetischen Nanopartikeln und Zellen als auch den Einfluss dieser Partikel auf die Lebensfähigkeit und Funktion von Zellen. Dafür werden in Kunststoff gehüllte Magnetit-Nanopartikel in Nervenzellen einge¬schleust und dahin gehend untersucht, wie sie sich an der Zelloberfläche anlagern bzw. von der Zelle aufgenommen werden. Hier spielen Parameter wie Interaktionsdauer, Zellart oder Partikelgröße eine wichtige Rolle. Die gewon¬nenen Erkenntnisse sollen zu einem tieferen Verständnis dieser Wechselwirkungen beitragen und neue Einsatz¬möglichkeiten in der Medizintechnik eröffnen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Forschungsprojekt im Rahmen der Förderlinie „Profil NT“. Diese Förderlinie setzt auf der erfolgreichen Beteiligung der Fachhochschulen an themenorientierten Verbundprojekten der BMBF-Fachprogramme in Schlüsseltechnologien, wie z.B. Mikrosystemtechnik oder Optische Technologien auf und zielt darauf ab, einen weitergehenden Mehrwert aus dieser Beteiligung zu realisieren und die Nachhaltigkeit zu sichern.

Professor Möbius freut sich mit ihrem Projektteam über die Auszeichnung und sieht diese als Bestätigung für die Qualität sowie die Anwendungs- und Zukunftsorientierung der FH-Forschungsaktivitäten. „Natürlich ist diese besondere Auszeichnung für uns alle eine zusätzliche Motivation, das Projekt voranzutreiben und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“, so Möbius. Gewiss werden sich auch die mit dem Preis verbundenen Fördergelder in Höhe von rund 285.000 Euro positiv auf den Projektfortschritt auswirken.

Ihr Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hildegard Möbius ++ Tel: 0631/3724-5412 ++ Mail: Hildegard.Moebius@fh-kl.de

V.i.S.d.P. Prof. Dr. Konrad Wolf, Präsident der FH Kaiserslautern ++ Tel: 0631/3724-2100 ++ Mail: praesident@fh-kl.de
Red.: Pressestelle Standort Kaiserslautern ++ Elvira Grub ++ Tel: 0631/3724-2163 ++ Mail: elvira.grub@fh-kl.de
Pressestelle Standort Pirmasens ++ Christiane Barth ++ Tel: 0631/3724-7081 ++ Mail: christiane.barth@fh-kl.de
Pressestelle Standort Zweibrücken ++ Wolfgang Knerr ++ Tel: 0631/3724-5136 ++ Mail: wolfgang.knerr@fh-kl.de

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