Professor Wolfgang Meyerhof vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung zweifach ausgezeichnet

Darüber hinaus zeichnete die Association for Chemoreception Sciences den Biochemiker auf ihrer jährlichen, internationalen Fachtagung im April für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der molekularen Geschmacksforschung mit dem International Flavors and Fragrances Award aus. Der Preis ist mit 6.000 US-Dollar dotiert.

Hintergrundinformationen:

Wolfgang Meyerhof studierte Biochemie an der Freien Universität Berlin und wurde 1984 mit einer Arbeit über „Repetitive DNA des Krallenfrosches Xenopus laevis“ promoviert. Nach einer anschließenden dreijährigen Assistenzzeit am Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Freien Universität Berlin wechselte er an das Universitätskrankenhaus Hamburg Eppendorf wo er sich 1993 für das Fachgebiet Zellbiochemie habilitierte. 1994 folgte er dem Ruf der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) auf die ausgeschriebene C3-Professur „Molekulare Genetik“. Seit 1994 leitet er dort die gleichnamige Abteilung, wobei er die molekulare Neurobiologie und Pharmakologie des Geschmackssinns, die Struktur-Funktionsbeziehungen von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren sowie die biologischen Grundlagen der Nahrungsauswahl erforscht.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist seit 2008 die Nationale Akademie der Wissenschaften. Sie bearbeitet unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht, vermittelt die Ergebnisse der Politik und der Öffentlichkeit und vertritt diese Themen national wie international. Die Wahl der Mitglieder erfolgt nach strengen Maßstäben.

Die Association for Chemoreception Sciences (AChemS) ist die führende wissenschaftliche Organisation für Geruchs- und Geschmacksforschung der USA. Sie wurde 1978 ins Leben gerufen. Seit 1979 veranstaltet die Organisation ein jährliches, internationales Symposium, auf dem neueste wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Bereich der Chemosensorik präsentiert werden.

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung ().

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Näheres unter .

Kontakt:
Dr. Gisela Olias
Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
Tel.: +49(0)33 200-88 2278/2335
Fax: +49(0)33 200-88 2503
E-Mail: olias@dife.de

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