Professor Uwe Piepgras wird 80 Jahre alt

In Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein geboren, studierte der Jubilar Medizin an der Universität Freiburg im Breisgau und an der Medizinischen Akademie in Düsseldorf. Nach dem Staatsexamen 1958 wurde er während der Medizinalassistentenzeit 1960 an der Universität Kiel mit der Studie „Die intraoperative Endoskopie der Gallenwege“ promoviert und 1961 als Arzt bestallt. Die erste Medizinische Universitätsklinik in Kiel und das Zentral-Röntgen-Institut des Stuttgarter Katharinenhospitals waren weitere Stationen seiner Laufbahn.

Zum 1. Juni 1969 wechselte Uwe Piepgras als Leiter der Abteilung für Neuroradiologie der Universitäts-Nervenklinik nach Homburg und habilitierte sich im Februar 1971 an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes mit einer Untersuchung über „die Messung der Hirndurchblutung“ für Klinische Radiologie. 1972 wurde er zum Wissenschaftlichen Rat und Professor sowie zum Direktor der Abteilung für Neuroradiologie ernannt. 1983 lehnte er einen ehrenvollen Ruf an die Universität Hamburg ab und agierte 1986/87 als Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums des Saarlandes. Zum Ende des Wintersemesters 1997/98 trat er in den Ruhestand, nahm aber bis zur Amtsübernahme durch seinen Nachfolger Prof. Dr. Wolfgang Reith im Jahr 2000 die Selbstvertretung seiner Professur wahr. Außerdem leitete er bis 2007die Neuroradiologie am International Neuroscience Institute in Hannover.

Sein wissenschaftliches Oeuvre umfasst über hundert Publikationen, darunter die Monographien „Neuroradiologie“ (1977) und „Neurokutane Systemerkrankungen. Eine synoptische Darstellung aus radiologischer Sicht“ (1984). In seinen klinischen Forschungen beschäftigte er sich vor allem mit Aspekten der Hirndurchblutung und der Liquordynamik, dem Hirnvenensystem und der Weiterentwicklung neuroradiologischer Untersuchungsverfahren.
In besonderer Weise hat der Jubilar herausragende Aufgaben in Fachgesellschaften und als Gutachter in Fachzeitschriften übernommen. So leitete er die Vereinigung Südwestdeutscher Radiologen und Nuklearmediziner, den Berufsverband Deutscher Neuroradiologen und die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie und war Vizepräsident der European Society of Neuroradiology. Seine Verdienste sind durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Griechischen, Amerikanischen, Schweizerischen und Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie gewürdigt worden.

Ein Porträtfoto können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Weitere Informationen erteilt:
Dr. Wolfgang Müller
Archiv der Universität des Saarlandes
Telefon: 0681 302-2699
E-Mail: w.mueller@univw.uni-saarland.de

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