Professor Endres folgt Professor Scriba als Berater der Paul-Martini-Stiftung

„Angesichts immer weiterer medizinischer Spezialisierung und immer komplexer werdender Therapien ist es mehr denn je wichtig, den Dialog über Arzneimitteltherapie zwischen Forschern im akademischen Bereich und der Industrie, aber auch mit weiteren Institutionen des Gesundheitswesens zu fördern. Darin sehe ich die Stärke und Kernaufgabe der Paul-Martini-Stiftung; und dabei berate und unterstütze ich sie gern.“ Das erklärte Endres beim traditionellen Herbst-Symposium der Paul-Martini-Stiftung am 16. November in Berlin.

Professor Scriba hat mit hohem Engagement über viele Jahre als wissenschaftlicher Berater die Arbeit der Paul-Martini-Stiftung ganz wesentlich geprägt: Er übernahm das Amt 1998. Seither war er Mitorganisator der mehrtägigen Herbst-Symposien, zahlreicher eintägiger Workshops und Leiter der Jury für die Vergabe des jährlichen Paul-Martini-Preises für herausragende klinisch-therapeutische Arzneimittelforschung. Ihm gelang es, ab 2005 die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (die mittlerweile zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erhoben wurde), als Partner für die Herbst-Symposien der Stiftung zu gewinnen, bei denen regelmäßig die wesentlichen Experten zu einem medizinisch-pharmakologischen Thema berichten. Seine Arbeit für die Stiftung schloss er nun mit dem Symposium „Klinische Immunintervention: aktuelle und künftige Ansätze“ ab, das am 16. und 17. November in Berlin stattfand.

„Während meiner Tätigkeit für die Paul-Martini-Stiftung war es mir stets wichtig, dass sowohl über den gesicherten Therapiestandard als auch über die künftigen Möglichkeiten mit neuen oder anwendungserweiterten Medikamenten diskutiert wird“, erklärte Scriba. „Zugleich wollte ich, dass auch die Limitationen von Therapien deutlich gemacht werden. So hat beispielsweise 2009 die Stiftung zwei Wissenschaftler mit dem Paul-Martini-Preis dafür geehrt, dass sie den fehlenden Nutzen zweier bis dahin gängiger Sepsis-Therapien nachgewiesen hatten.“

Die Paul-Martini-Stiftung

Die gemeinnützige Paul-Martini-Stiftung, Berlin, fördert die Arzneimittelforschung sowie die Forschung über Arzneimitteltherapie und intensiviert den wissenschaftlichen Dialog zwischen medizinischen Wissenschaftlern in Universitäten, Krankenhäusern, der forschenden Pharmaindustrie, anderen Forschungseinrichtungen und Vertretern der Gesundheitspolitik und der Behörden. Träger der Stiftung ist der vfa, Berlin, der als Verband derzeit 45 forschende Pharma-Unternehmen vertritt.

Die Stiftung ist benannt nach dem Bonner Wissenschaftler und Arzt Professor Paul Martini (1889 – 1964), in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die klinisch-therapeutischen Forschung.

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