Professionelle Diagnostik und Behandlung für psychisch kranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien

Die neu gebaute Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie mit ihren diagnostischen Einrichtungen der Institutsambulanz stellt sich vor: Drei Stationen mit 30 Betten in hellen, farbfrohen Ein- und Zweibettzimmern bieten schwerpunktmäßig jungen Patienten mit depressiven Erkrankungen, Essstörungen und für besonders schwer psychisch Erkrankte eine multimodale therapeutische Behandlung an. In der Tagesklinik wird Kindern eine integrative und spezialisierte Behandlung angeboten. Besonders Kinder mit Entwicklungsstörungen und den daraus resultierenden gravierenden sozialen und schulischen Integrationsschwierigkeiten kann hier mit einer speziellen Therapie geholfen werden. „Das therapeutische Vorgehen orientiert sich vorrangig am Kind beziehungweise Jugendlichen mit einer raschen Symptombesserung einerseits, andererseits wird die Gesamtpersönlichkeit des Patienten, seine Stärken und inneren Ressourcen in die therapeutische Arbeit integriert“, erläutert Professor Gerd Schulte-Körne, Direktor der Klinik. Ergänzend zur medizinischen, psychotherapeutischen und pädagogischen Behandlung werden die Kinder und Jugendlichen in einer im Gebäude integrierten Klinikschule unterrichtet. Die Turnhalle mit Kletterwand, ein Streetball-Platz im Freien, ein geschützter Garten sowie die Musik-, Kunst-, Ergo- sowie Körper- und Bewegungstherapie schaffen einen therapeutischen Rahmen, der die individuelle Entwicklung der psychisch belasteten Kinder und Jugendlichen optimal fördert.

46 neue Mitarbeiter im Pflegebereich, von denen mehr als die Hälfte über Erfahrungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder in der Erwachsenenpsychiatrie verfügen, konnten gewonnen werden. „Außer persönlichen Gründen für einen Umzug nach München war für die neuen Mitarbeiter die Chance, am Aufbau einer neuen Klinik beteiligt zu sein, wichtig“, freut sich Peter Jacobs, Pflegedirektor, „und die 15 hoch motivierten Berufsanfänger nehmen gerne die qualifizierenden Weiterbildungen, die das Klinikum bietet, in Anspruch.“ Insgesamt sind über alle Berufsgruppen hinweg über 80 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der neuen Klinik eingestellt worden.

Mit dem Schwerpunkt Psychiatrie in der Nußbaumstraße, ein Komplex aus der über 100-jährigen Klinik für die Behandlung erwachsener Patienten (Emil Kraepelin und Alois Alzheimer) und der jetzt neu hinzugekommenen Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, „schließt sich die seit langem bestehende Lücke und setzt einen innovativen Akzent in der Patientenversorgung nicht nur im Raum München, sondern für ganz Bayern“, sagt Professor Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor des Klinikums der LMU. „Die Medizinerausbildung sowie Forschung und Lehre gewinnen durch die räumliche Nähe und die wissenschaftliche Zusammenarbeit an Gewicht“, ergänzt Professor Maximilian Reiser, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU.

„15 Jahre Planung und Bau am Campus Innenstadt sind aus konzeptioneller wie wirtschaftlicher Sicht, trotz der politischen Vorgaben zur Verlagerung weiter Teile des Klinikums nach Großhadern, im Sinne einer optimalen Patientenversorgung richtig gewesen. Hierin wurden wir auch von der Politik ausdrücklich unterstützt“, freut sich der Kaufmännische Direktor Gerd Koslowski.

Bilder in Druckqualität gibt es hier: http://bit.ly/cgWYsT

Kontakt:
Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne – Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Nußbaumstr. 5a, 80336 München
Tel. ++49-89-5160-5901
Email Gerd.Schulte-Koerne@med.uni-muenchen.de

Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2009 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt fast 10.000 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2009 rund 62 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.
Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an sechs Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 455, 571, 594, 596, 684, 824), an drei Sonderforschungsbereichen-/Transregio (TR 05, TR 22, TR 36), zwei Forschergruppen (KFO 128 und FOR 535) sowie an zwei Graduiertenkollegs (GK 1091 und 1202) beteiligt. Hinzu kommen die beiden Exzellenzcluster „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM) und „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP) sowie die Graduiertenschule „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU).
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de
(idw, 10/2010)

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