Prof. Wolfgang Künzel erhält das Bundesverdienstkreuz

Für sein herausragendes Engagement zum Wohle der Gemeinschaft erhält Prof. em. Dr. Wolfgang Künzel das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ministerpräsident Volker Bouffier hat ihm diese hohe Auszeichnung am 21. Januar 2016 in der Hessischen Staatskanzlei überreicht.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee gratuliert dem Mediziner sehr herzlich zu dieser Ehrung. „Prof. Künzel hat als Direktor der Gießener Universitätsfrauenklinik stets Weitblick bewiesen, er hat sich konsequent für die Stärkung der klinischen Forschung eingesetzt und die Entwicklung seines Fachgebietes, der Gynäkologie und Geburtshilfe, am Medizinstandort Gießen ganz entscheidend vorangebracht. Dafür gebührt ihm eine große Anerkennung.“

Prof. em. Dr. Wolfgang Künzel ist ein herausragender Mediziner, der ein hohes nationales und internationales Ansehen genießt. Der Gynäkologe leitete bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002 die Gießener Universitätsfrauenklinik. Er hat 1980 die Qualitätssicherung in der Geburtshilfe mit Unterstützung der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung und des Bundesverbandes der Frauenärzte Hessen eingeführt und sich lange Jahre entscheidend für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualitätssicherung in der Geburtenhilfe eingesetzt. Er war Vorsitzender der Deutschen Sektion der „International Association for Maternal und Neonatal Health“.

Prof. Künzel, Jahrgang 1936, hat in Marburg und Kiel Medizin studiert. Nach mehreren Stationen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Medizinischen Hochschule Hannover und der State University of New York ging Künzel als Oberarzt an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1980 wurde er als einer der jüngsten C4-Professoren auf den damaligen Lehrstuhl für Gynäkologie und Geburtshilfe der JLU berufen. Als Direktor leitete er die Gießener Universitätsfrauenklinik bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002. Zu seinem Nachfolger wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Rudolf Tinneberg berufen, der seither die Frauenklinik des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH (UKGM) am Standort Gießen leitet.

Prof. Künzel war Mitglied der Ethik-Kommission sowie weiterer Gremien der JLU, Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Gesellschaften und Kommissionen sowie Gutach¬ter in der Landesärztekammer. 1997 wurde er als Mitglied in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina berufen. Bis heute ist er in vielen Fachgesellschaften ein verdien¬tes Ehrenmitglied. Der Mediziner war Co-Editor in Chief des European Journal of Obstetrics, Gynaecology and Reproductive Biology und Mitherausgeber von der Fachzeitschrift Der Gynäkologe. Er ist zudem Autor und Co-Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Von 1994 bis 1996 war Prof. Künzel zudem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. In seinem letzten Präsidentschaftsjahr organisierte er den Dresdner Gynäkologen-Kongress. Für seine wissenschaftlichen Forschungen und sein fachliches Engagement ist Prof. Künzel vielfach ausgezeichnet worden.

Kontakt
Prof. em. Dr. Wolfgang Künzel, FRCOG, FEBCOG, ML
E-Mail: wolfgang@kuenzel-giessen.de

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Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die über 28.000 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissen¬schaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System – ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture – GCSC).

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