Prof. Schmidt-Weber leitet Zentrum Allergie und Umwelt in München

Allergische Erkrankungen nehmen seit einigen Jahren deutlich zu. Für ihr Entstehen sind genetische Vorbelastung, Umwelteinflüsse und Lebensstilfaktoren von großer Bedeutung. "Mit dieser gemeinsamen Berufung können wir auf international erstklassigem Niveau bei der Untersuchung der Allergieentstehung Wissenslücken in der Allergieforschung schließen" erklärt Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München.

„Die Entscheidung für das ZAUM ist mir nicht schwer gefallen“, so Schmidt-Weber. „Die Kooperation von Technischer Universität München und Helmholtz Zentrum München ist einzigartig in der deutschen Forschungslandschaft und versetzt uns in die Lage, fachübergreifend Grundlagenforschung mit der Klinik und klinischen Studien zu verknüpfen. Durch diesen translationalen Ansatz lassen sich jüngste Erkenntnisse zu den molekularen Entstehungsmechanismen von Allergien in effektive Maßnahmen zur ihrer Vorbeugung und Therapie umsetzen.“

Gerade die Entwicklung wirksamer, individuell zugeschnittener Therapien ermöglicht den betroffenen Patienten eine bessere Versorgung. Besonderes Augenmerk möchte Schmidt-Weber dabei auf Behandlungsmethoden legen, die den Patienten langfristige Hilfe bieten. Dies entlastet gleichzeitig die Gesundheitskassen.

Prof.Dr. Carsten Schmidt-Weber studierte Biochemie und Immunologie an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Universität Erlangen-Nürnberg. Von 1996 an durchlief er Forschungsstationen an der Harvard Medical School, am Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthma-Forschung sowie zuletzt am Imperial College in London. Er ist integriert in die Europäische Akademie für Allergie und klinische Immunologie (EAACI), das Collegium International Allergologicum und die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGFI). Er publizierte bis dato 40 Originalarbeiten und vielzitierte Übersicht- und Buchartikel in renommierten Fachzeitschriften. Für seine Forschungsarbeiten erhielt Schmidt-Weber im Jahr 2004 den Curt Dehner-Preis sowie 2007 den EAACI-Allergopharma-Award.

Weitere Informationen

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Unser Ziel ist es, eine personalisierte Medizin für die Prävention und Therapie großer Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Erkrankungen der Lunge und des Nervensystems zu entwickeln. Als ein weltweit führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health untersuchen wir hierfür das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit insgesamt fast 30.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben. Homepage: <www.helmholtz-muenchen.de>

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Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg
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(idw, 06/2010)

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