Prof. Liebold ist neuer Ärztlicher Direktor der Klinik für Herzchirurgie

Wechsel bedeutet auch Wandel – nicht nur aus der persönlichen Sicht eines Spitzenmediziners und in Bezug auf die Höhe über dem Meeresspiegel: Die Ulmer Herzchirurgie möchte Prof. Liebold um neue Schwerpunkte erweitern und so den bereits eingeschlagenen Weg hin zu einem in der Region fest verankerten Referenzzentrum für Herzchirurgie weiter beschreiten. „Dazu gehört beispielsweise die Erweiterung des Behandlungsspektrums insbesondere bei minimalinvasiven Eingriffen an den Herzklappen und Kranzgefäßen“, blickt Prof. Liebold voraus und ergänzt: „Zu den Herausforderungen und Ansprüchen einer modernen universitären Herzmedizin zählen neben der Schlüsselloch-Chirurgie auch immer mehr katheterbasierte Operationsverfahren. Hier sehe ich viele Anknüpfungspunkte zur Inneren Medizin auf dem Oberen Eselsberg, die mit unserem Umzug in die neue Chirurgie ab 2012 sicher noch weiter gestärkt werden.“
Die in vielen Bereichen intensiv gelebte Interdisziplinarität sieht der verheiratete Vater von drei Jungen als eine generelle Stärke der Ulmer Universitätsmedizin. Die gut ausgebaute wissenschaftliche Infrastruktur, die vernetzte Forschung im Bereich der Grundlagenwissenschaften seien beispielgebend und ganz im Sinne der Patienten.

Prof. Liebold studierte in Leipzig und wurde am Universitätsklinikum Regensburg zum Herzchirurgen ausgebildet. Seit 1997 ist er Facharzt für Herzchirurgie, 2001 wurde er habilitiert. Zusammen mit einem schwäbischen Hersteller entwickelte er schon vor rund zehn Jahren eine neuartige Mini-Herz-Lungen-Maschine, die seitdem ungezählten Patienten zu einer schonenden Herzoperation verholfen hat. Hier kommt neben dem Kliniker und Chirurgen („das bin ich in erster Linie“) der Wissenschaftler zum Vorschein – sein aktueller Forschungsschwerpunkt ist die regenerative Herzmedizin: „Die Behandlung mit körpereigenen Stammzellen aus dem Knochenmark ist heute schon für viele Patienten, die einen ausgedehnten Herzinfarkt erlitten haben, zu einer hoffnungsvollen Therapieoption geworden“, erläutert Prof. Liebold und spricht von einem teilweisen „Winterschlaf“ des Herzmuskelgewebes, das mittels der kardialen Stammzellentherapie wieder „geweckt“ werden könne. „Vieles muss aber noch intensiv erforscht werden. Noch verstehen wir zum Beispiel nicht ganz, wie die beteiligten Zellen in letzter Konsequenz funktionieren.“

Eine gute wissenschaftliche Infrastruktur, die verinnerlichte Interdisziplinarität und der mittelfristige Umzug in die neue Chirurgie mit ihren hochmodernen Hybrid-OPs, die eine optimale Verknüpfung von Bildgebung und innovativer Herzchirurgie ermöglichen, waren im Zuge des Berufungsverfahrens wichtige Faktoren für Prof. Liebold. Nun, nachdem er sein Team auf dem Safranberg schon etwas kennen gelernt hat, ist er mehr denn je von der Richtigkeit seiner Entscheidung überzeugt. „Ich erlebe in meinem Haus – über alle Berufsgruppen hinweg – erfahrene und motivierte Mitarbeiter, für die eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten stets im Mittelpunkt steht. Auch das sind ganz entscheidende Voraussetzungen, um in der Ulmer Herzchirurgie künftig alle etablierten und innovativen chirurgischen Behandlungsmethoden von Herzerkrankungen anbieten zu können.“

Für Rückfragen steht Ihnen Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Universitätsklinikum Ulm, gerne unter der Rufnummer 0731 500-43043 zur Verfügung.

Scroll to Top