Prof. Frank Ewert wird Wissenschaftlicher Direktor des ZALF Müncheberg

Prof. Ewert bringt für seine neue Aufgabe am ZALF unter anderem langjährige Forschungserfahrung im In- und Ausland bei der Entwicklung von nachhaltigen Anbau- und Landnutzungssystemen mit. Als Leiter der interdisziplinären Arbeitsgruppe Pflanzenbau an der Universität Bonn hat er ein multinationales Team aus Pflanzenwissenschaftlern und Modellierern sowie Geographen, Hydrologen, Ökologen und Mathematikern geführt. Durch den Einsatz einer Vielzahl von Modell- und Analysewerkzeugen versucht Prof. Ewert zu beschreiben, wie Prozesse in landwirtschaftlichen Anbausystemen durch die Bewirtschaftung, aber auch durch Umweltfaktoren beeinflusst werden. Besonders interessieren ihn dabei Betrachtungen auf verschiedenen Skalenebenen. Ein wichtiges Forschungsfeld ist für Prof. Ewert die Integrierte Systemmodellierung. „Die Möglichkeiten dieser Modellkopplungen erlauben es uns, komplexe Probleme wie Ernährungssicherung oder Klimawandel und Landnutzungswandel zu verstehen und bewusst zu gestalten. So entstehen wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber, wie das Verhältnis von Mensch und Umwelt verbessert werden kann – als zusätzliche Information für Entscheidungsträger“, sagt Prof. Ewert. Publikationen unter anderem in „Science“ und „Nature Climate Change“, an denen er beteiligt war, zielen auf solche Antworten.
Mit der Ernennung von Prof. Ewert ist für das ZALF eine knapp zweijährige Übergangsphase weitgehend beendet. In dieser Zeit sind bereits die Position der Administrativen Direktorin sowie zwei Institutsleiterstellen nachbesetzt worden. Das ZALF wird zukünftig von einem zweiköpfigen Vorstand, bestehend aus dem Wissenschaftlichen Direktor und der Administrativen Direktorin, geleitet.
„Mit Herrn Prof. Ewert ist das ZALF hervorragend für die zukünftigen Herausforderungen in dem Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Relevanz aufgestellt“, erklärt Prof. Klaus Müller, der seine zwei Jahre währende Funktion als kommissarischer wissenschaftlicher Direktor beenden und sich wieder ganz der Leitung des ZALF-Instituts für Sozioökonomie widmen kann.
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung vereint sechs Institute am Standort Müncheberg und arbeitet zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Agrarlandschaften. Themen wie Ernährungssicherung, Boden als natürliche Ressource oder Biologische Vielfalt werden disziplinübergreifend bearbeitet. Die Forschungsfragen umfassen drei Kernthemenbereiche von den Prozessen in Agrarlandschaften über die Wirkung unterschiedlicher Landnutzungen bis hin zu den daraus entstehenden Nutzungskonflikten und deren Regelung. Aufbauend auf den Ergebnissen entwickelt das ZALF Lösungen für eine nachhaltige Intensivierung der Landnutzung unter sich ändernden Rahmenbedingungen wie beispielweise dem Klimawandel.

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