Prof. Dr. Oliver Schildgen et. al. erhalten den „Hygiene-Preis der Rudolf-Schülke-Stiftung“

Dr. Verena Schildgen, Dr. Jessica Lüsebrink und Prof. Dr. Oliver Schildgen sind unter den diesjährigen Preisträgern des „Hygiene-Preis der Rudolf-Schülke-Stiftung“. Der Preis wird seit 1976 an Wissenschaftler vergeben, die besondere Problemlösungen im Bereich der Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin erzielt haben. Der international ausgeschriebene Preis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen im Bereich der Erforschung von Infektionskrankheiten und ist mit 15.000 € dotiert. In diesem Jahr wird er zu gleichen Teilen an die Kölner Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Oliver Schildgen und Dr. Christian Mair als Erstautor der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Markus Nagl, Universität Innsbruck, vergeben. Verliehen wurde der Preis am 29. November 2013 im Rahmen eines feierlichen Symposiums in der Hansestadt Hamburg.

Die Arbeitsgruppe um Herrn Prof. Schildgen beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem humanen Bocavirus (HBoV) und wurde bereits mehrfach für die Arbeiten ausgezeichnet. Der Name „Boca“ wurde zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben der beiden häufig auftretenden Viren Bovines Parvovirus (Bovinae = Rinder) und Canines Minute-Virus (Caninae = Hunde). Im Jahr 2005 wurden Boca-Viren erstmals als Auslöser von Atemwegsinfektionen und Magen-Darm-Erkrankungen bei Menschen entdeckt (sog. humanes Boca-Virus).

Aufgrund der Arbeiten der Kölner Gruppe ist es mittlerweile möglich, dass das humane Bocavirus in Kultur angezüchtet werden kann und somit ein seit Langem ersehntes System zur Erforschung der Biologie der humane Parvoviren sowie Methoden zur Entwicklung von Desinfektionsmitteln und Therapien zur Verfügung steht. Als „Nebenprodukt“ dieser Arbeiten steht das seit fast 40 Jahren bestehende Dogma zur Replikation der humanen Parvoviren auf dem Prüfstand. Die Arbeiten von Dr. Verena Schildgen, Dr. Jessica Lüsebrink und Prof. Oliver Schildgen wurden mittlerweile mehrfach unabhängig voneinander bestätigt – erstmals durch eine New Yorker Arbeitsgruppe sechs Wochen nach Erscheinen der Schlüsselpublikation im Jahr 2011.

Herr Prof. Dr. Schildgen ist im Institut für Pathologie der Kliniken der Stadt Köln gGmbH tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Leitung und Weiterentwicklung des molekularpathologischen Labors, die Diagnostik sowie die Etablierung neuer Verfahren. An der Universität Witten / Herdecke unterrichtet er Virologie am Institut für Virologie und Medizinische Mikrobiologie der Fakultät für Gesundheit.

Dr. Verena Schildgen ist Mitarbeiterin in der Abteilung Molekularpathologie und Habilitandin für Molekularpathologie an der Universität Witten/Herdecke. Dr. Jessica Lüsebrink arbeitet ebenfalls in der Abteilung Molekularpathologie mit und betreut die Schnittstelle zur MRSA-Diagnostik.

Herr Prof. Schildgen und seine Kolleginnen stehen für Gespräche und weitere Informationen gerne zur Verfügung. Kontakt über Kay Gropp unter der Rufnummer 02302 / 926-805 oder unter kay.gropp@uni-wh.de sowie Klinik-Pressesprecherin Monika Funken, Tel.: 0221 / 8907-2343, funkenm@kliniken-koeln.de

Auf dem Foto v.l.n.r.: Prof. Markus Nagl, Prof. Martin Exner (Vorstandsvorsitzender Rudolf Schülke Stiftung), Prof. Manfred Rotter (Beiratssprecher Rudolf Schülke Stiftung), Dr. Christian Mair, Prof. Oliver Ernst Schildgen, Dr. Verena Schildgen, Dr. Jessica Lüsebrink

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.750 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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