Prof. Dr. Karl-Heinrich Wulf gestorben

Mit dem Tod von Prof. Dr. Karl-Heinrich Wulf am 5. Dezember 2016 verlor die Würzburger Universitätsmedizin einen vorbildlichen Arzt, Wissenschaftler und Hochschullehrer. Im Jahr 1973 übernahm der gebürtige Kieler von Prof. Horst Schwalm den Lehrstuhl für Gynäkologie und die Leitung der Universitäts-Frauenklinik in Würzburg, wo er die folgenden 23 Jahre wirkte. Bei seiner Emeritierung im Jahr 1996 übergab er die Klinikdirektion an Prof. Dr. Johannes Dietl.

Ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Schwerpunkten

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte Prof. Wulfs waren die Risikoschwangerschaften und die operative Geburtshilfe sowie die gynäkologische Morphologie. Auf dem Gebiet der Plazentaphysiologie erarbeitete er Grundlegendes zum Verständnis des Gasaustausches in der Plazenta. Ferner galt sein besonderes Interesse der Überwachung des Kindes während der Geburt und der Anpassung des Kreislaufsystems des Neugeborenen in den ersten Lebensstunden.

Für herausragendes Engagement geehrt

Gewürdigt wurde Prof. Wulf unter anderem durch die Ehrenmitgliedschaften in den Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe in Deutschland, Italien und Österreich sowie durch den Maternité-Preis der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin. Im Jahr 2010 verlieh ihm die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe außerdem ihre höchste Auszeichnung, die Carl-Kaufmann-Medaille, für sein herausragendes Engagement im Dienst der Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Auch Dekan und Ärztlicher Direktor

Parallel zu seiner Arbeit als Direktor der Universitäts-Frauenklinik war Prof. Wulf von 1979 bis 1981 Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg. Darüber hinaus prägte er von 1984 bis 1994 als Ärztlicher Direktor die Geschicke des gesamten Universitätsklinikums Würzburg. Karl-Heinrich Wulf wurde 88 Jahre alt.

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