Prof. Dr.- Ing. Jessica Burgner-Kahrs erhält den Technikwissenschaftlichen Preis der BBAW

Jessica Burgner-Kahrs studierte von 2000 bis 2006 Informatik an der Universität Karlsruhe (TH) und wurde 2010 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zum Dr.-Ing. promoviert. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit entwickelte sie innerhalb von nur dreieinhalb Jahren das weltweit erste Robotersystem für das automatisierte Schneiden von Knochen. Bevor sie im Dezember 2012 durch ein DAAD-Stipendium zur Rückgewinnung deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland an die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover kam, war sie zwei Jahre als Research Associate an der Vanderbilt University in Nashville (Tennessee/USA) tätig.

Jessica Burgner-Kahrs‘ Forschungsschwerpunkt ist die Kontinuumsrobotik und dabei insbesondere deren Anwendung in der Chirurgie. Sie leitet seit November 2015 den Lehrstuhl für Kontinuumsrobotik am Mechatronik-Zentrum der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität. Der Lehrstuhl ging aus ihrer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „CROSS“ hervor, welche seit 2013 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Dort beschäftigt sie sich als Erste in Deutschland mit Kontinuumsrobotern. Die besonderen wissenschaftlichen Leistungen Jessica Burgner-Kahrs‘ bestehen darin, dass sie als Informatikerin die fehlenden Algorithmen und die Software für den reibungslosen Einsatz von Kontinuumsrobotern entwickelt hat. Diese Roboter sind mit tentakelartigen Armen aus mehreren superelastischen Röhrchen ausgestattet, die auch schwer zugängliche Räume minimalinvasiv erschließen und dadurch neue Möglichkeiten für Operationen eröffnen.

Jessica Burgner-Kahrs erhielt bereits diverse Auszeichnungen, u. a. 2015 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG und den Wissenschaftspreis Niedersachsen in der Kategorie Nachwuchs. Sie wurde von „academics“ – Karriereportal für Wissenschaft & Forschung der „ZEIT“ und der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ des Deutschen Hochschulverbandes zur Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres 2015 gekürt. Im Sommer 2016 wurde sie zum Mitglied der „Jungen Akademie“ gewählt, die gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften getragen wird.

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