Prof. Charbel Issa übernimmt Stiftungsprofessur an der Universitäts-Augenklinik Bonn

Die PRO RETINA-Stiftung zur Verhütung von Blindheit will dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen schneller von neuen, innovativen Möglichkeiten in der Diagnostik und Behandlung ihrer Erkrankungen profitieren. Darum soll eine neue Stiftungsprofessur an der Universitäts-Augenklinik Bonn, die von der Stiftung gefördert wird, die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und angewandter klinischer Forschung stärken. Prof. Dr. Peter Charbel Issa, ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der degenerativen und erblichen Makula- und Netzhauterkrankungen, wird die Stiftungsprofessur am Dienstag, den 22. Mai 2012 antreten.

Im Zentrum der Forschung von Professor Issa stehen Krankheiten wie die altersabhängige Makula-Degeneration (AMD), die häufigste Ursache für Erblindung in den westlichen Industrienationen, sowie erbliche Netzhauterkrankungen. In Deutschland wird eines von 4000 Kindern mit einer solchen Erbkrankheit geboren.

Die Stiftungsprofessur an der Universitäts-Augenklinik in Bonn ist bereits die zweite Professur, welche die PRO RETINA-Stiftung etabliert hat. »Unsere Stiftung will dadurch die internationale Netzhautforschung beschleunigen«, erklärt die Stiftungsvorsitzende Helma Gusseck, Bonn. »Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mit Professor Issa einen Wissenschaftler zurück nach Deutschland zu holen, der auf seinem Gebiet wichtiges Knowhow mitbringt«, ergänzt Franz Badura, im Stiftungsvorstand zuständig für die Forschungsförderung.

Prof. Charbel Issa studierte Medizin in Freiburg, Jena, und London. Die Facharztausbildung an den Universitäts-Augenkliniken Bonn und Würzburg beendete er neben der Facharztprüfung mit europäischen und internationalen Fach-Examina und habilitierte sich 2010 im Fach Augenheilkunde. Zuletzt absolvierte er einen zweieinhalb-jährigen Forschungsaufenthalt am Nuffield Laboratory of Ophthalmology an der Universität Oxford.

Bei der feierlichen Amtseinführung am Dienstag, 22. Mai, von 14 bis 16 Uhr im Hörsaal I des Biomedinischen Zentrums (BMZ) auf dem Venusberg spricht Eva Luise Köhler, die Ehefrau des früheren Bundespräsidenten, als Schirmherrin der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen e.V. zum Thema „Bessere Wege finden für Menschen mit seltenen Erkrankungen“. Der Direktor der Bonner Uni-Augenklinik Prof. Dr. Frank G. Holz und der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Max P. Baur begrüßen die Gäste. Aktuelle Aspekte der Netzhautforschung stehen im Mittelpunkt weiterer Vorträge von eingeladenen Forschern.
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Die PRO RETINA-Stiftung wurde im Jahre 1996 von Patienten für Patienten gegründet. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, Erblindung durch Netzhautdegenerationen zu erforschen und einer Therapie zugänglich zu machen. Im Jahre 2007 wurde sie als eigenständige Stiftung errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Netzhautdegenerationen mit dem Ziel geeignete Rehabilitative Maßnahmen zu entwickeln oder zu verbessern.

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