Prof. Bernhard Hemmer ist neuer Dekan der Fakultät für Medizin der TUM

Prof. Hemmer wurde für drei Jahre vom Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät gewählt. Er folgt auf Prof. Peter Henningsen, der das Amt seit 2010 innehatte und sich nicht mehr zur Wahl stellte. Parallel wurden auch die beiden Prodekane der Fakultät gewählt: Erster Stellvertreter des Dekans ist Prof. Wilko Weichert, der Leiter des Instituts für Pathologie, zweite Stellvertreterin ist Prof. Ulrike Protzer, die das Institut für Virologie leitet. Neuer Beauftragter für Forschungsförderung ist Prof. Tilo Biedermann, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie.

Fakultät für Medizin soll auf Erfolgskurs bleiben
Ziel des neuen Dekans ist es, den sehr erfolgreichen Kurs der Fakultät in Forschung und Lehre fortzusetzen. „Die Medizin gehört zu den leistungsstärksten Fakultäten der TUM, das soll auch in Zukunft so bleiben“, erklärt Prof. Hemmer. „Wir wollen unsere bisherigen Schwerpunkte in den Bereichen Onkologie, Kardiovaskuläre Medizin, Neurowissenschaften und Immunologie/Infektiologie weiterentwickeln, aber auch neue Felder auf dem Gebiet der Data Sciences und Robotics erschließen – im Schulterschluss mit den anderen Fakultäten der TUM.“

Weiterentwicklung in Forschung und Lehre
Prof. Hemmer wird sich der Umsetzung der Exzellenzstrategie der Technischen Universität München im Bereich der Medizin widmen. So soll etwa das Konzept der TUM Schools früh in der Medizin implementiert werden. Die Schools werden an Stelle der klassischen Fakultäten treten, um verstärkt interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern. Hemmer will weitere zentrale Forschungseinheiten, so genannte Core Facilities, einrichten, die Schlüsseltechnologien zur krankheitsorientierten Forschung zur Verfügung stellen werden. Auch spezielle Programme für die Entwicklung des wissenschaftlichen Mittelbaus und der Chancengleichheit in der Medizin stehen auf der Agenda des neuen Dekans.

Neben der Forschung sind auch in der Lehre Neuerungen geplant: Die Ausbildung der Studierenden soll mit innovativen Lehrmethoden auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichtet werden. Außerdem sollen die Studieninhalte an die neue Approbationsordnung für Ärzte angepasst werden.

Prof. Bernhard Hemmer
Prof. Hemmer studierte Medizin an der Universität Freiburg. Seit 2007 ist er Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Wissenschaftlich beschäftigt er sich mit entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, insbesondere mit der Multiplen Sklerose. Sein Schwerpunkt liegt auf den molekularen und immunologischen Ursachen dieser Erkrankungen und neuen Therapieansätzen.

Hemmer ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Fachgesellschaften und Gremien, darunter Präsident des European Congress for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS), Co-Sprecher des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) und Mitglied im Vorstand des ärztlichen Beirates der Deutschen MS-Gesellschaft (DMSG). Er wurde für seine Arbeiten mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Über das Klinikum rechts der Isar
Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München widmet sich mit rund 5.500 Mitarbeitern der Krankenversorgung, der Forschung und der Lehre. Jährlich profitieren rund 65.000 Patienten von der stationären und rund 260.000 Patienten von der ambulanten Betreuung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum ist ein Haus der Supra-Maximalversorgung, das das gesamte Spektrum moderner Medizin abdeckt. Durch die enge Kooperation von Krankenversorgung und Forschung kommen neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien frühzeitig dem Patienten zugute. Seit 2003 ist das Klinikum rechts der Isar eine Anstalt des öffentlichen Rechts des Freistaats Bayern

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