Problemfall Cholesterin

(djd). Erhöhte Cholesterinspiegel werden häufig auf die leichte Schulter genommen. Obwohl zu hohe Blutfettwerte eindeutig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen, erhalten Betroffene in vielen Fällen keine Therapie zur Cholesterinsenkung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO, in der die Daten von 147 Millionen Menschen ausgewertet wurden. Die unzureichende Behandlungssituation hat Auswirkungen: Allein im Jahr 2005 starben 18 Millionen Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Entsprechend groß ist nach Ansicht der Studienautoren der Handlungsbedarf. Deutschland schneidet in der Auswertung vergleichsweise schlecht ab. Bei nur 41 Prozent der behandelten Patienten waren die Gesamtcholesterinwerte gut kontrolliert. Im Ländervergleich bildet Deutschland damit das Schlusslicht.

Risiko einschätzen

Um ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko einschätzen zu können, sollten Patienten ihren Arzt um die Erstellung eines differenzierten Lipidprofils bitten. Denn nicht nur der Wert des Gesamtcholesterins und des „schlechten“ LDL-Cholesterins ist entscheidend für die Gesundheit, auch das „gute“ HDL-Cholesterin und Triglyzeride sind wesentliche Faktoren – weitere Infos unter www.cholesterin.msd.de.

Kombitherapie auf neuestem Stand

Ist eine Behandlung erforderlich, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die erhöhte LDL-Cholesterinspiegel senken. Sie hemmen beispielsweise die Cholesterinbildung in der Leber oder die Aufnahme des Cholesterins aus dem Darm. Reichen diese Behandlungsmöglichkeiten nicht aus, weil ein Patient auch erhöhte Triglyzeride und ein niedriges HDL-Cholesterin hat, kann nach Ansicht von Experten eine Kombitherapie aus Statin und einem Nicotinsäure-Präparat wie Tredaptive sinnvoll sein. Das Präparat, das alle drei Blutfettwerte positiv beeinflusst, ist durch den Zusatzstoff Laropiprant für viele Patienten besser verträglich als die herkömmliche Nicotinsäure.

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