Pressetext der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V.

Aus Anlass des 625-jährigen Bestehens der ältesten deutschen Universität findet die diesjährige Jahrestagung der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Arbeitsmedizin in Heidelberg statt. Erwartet werden über 700 Teilnehmer.

Die Jahrestagung hat eine langjährige Tradition und behandelt moderne Themen mit aktuellen Fragestellungen der arbeitsmedizinischen und umweltmedizinischen Wissenschaft.

Arbeitsmedizin ist eine vorwiegend präventiv orientierte Disziplin, die sich einerseits mit den Wechselbeziehungen zwischen Anforderungen, Bedingungen und Organisation der Arbeit beschäftigt. Andererseits steht der Mensch, seine Gesundheit, seine Arbeitsfähigkeit und seine Erkrankungen im Fokus. Damit leistet die Arbeitsmedizin einen wesentlichen Beitrag zur gegenwärtigen gesundheitspolitischen Diskussion im Industriestandort Deutschland.

Darauf ausgerichtet ist das Programm mit zwei Schwerpunktthemen

– Nanotechnologie als arbeitsmedizinische und umweltmedizinische Herausforderung
– Aktuelle Entwicklungen zum Biomonitoring in der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin.

Weitere Fachthemen sind:
Arbeitsphysiologie, Atemwege/Lungen, Berufskrankheiten, Betriebsmedizin, Epidemiologie, Ergonomie, Gefahrstoffe, Infektionen, Krebserkrankung, Prävention, Psyche und Arbeit, Reisemedizin, Schichtarbeit, Umweltmedizin, Versorgungsforschung.

Zur Fortbildung werden Seminare und Foren angeboten, die das wissenschaftliche Programm ergänzen.

Die Nanotechnologie ist eine große Chance für den Industriestandort Deutschland im 21. Jahrhundert. Gleichzeitig stellt sie eine Herausforderung für die Arbeitsmedizin und Umweltmedizin dar. Es sind die Arbeitsmediziner, die in den Unternehmen zu allen gesundheitlichen Risiken gefragt werden, die Gefährdungen beurteilen und geeignete Maßnahmen vorschlagen. Um in den Unternehmen akzeptiert zu werden, sind die aktuellen Informationen zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen erforderlich. Die gesundheitlichen Risiken, die im Zusammenhang mit der Nanotechnologie sowohl in der Arbeitswelt als auch in der Umwelt vorkommen können, sind derzeit noch weitgehend unbekannt. Hierzu bedarf es interdisziplinärer Forschungsaktivitäten, zu der die wissenschaftlichen Beiträge in Form von Vorträgen und Poster anregen sollen.

Biomonitoring ist eine in der Arbeitsmedizin seit langem etablierte Untersuchungsmethode, um die individuelle Belastung mit Gefahrstoffen und mögliche Gesundheitsgefährdungen objektiv nachweisen und beurteilen zu können. Auf diesem Gebiet wurden in den letzten Jahren rasante Fortschritte erzielt, so dass die aktuellen Entwicklungen vorgestellt und diskutiert werden sollen.

Die Aus-, Fort- und Weiterbildung ist ein weiteres wichtiges Thema sowohl der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft als auch des Verbandes der Deutschen Betriebs- und Werksärzte e. V., die auf diesem Gebiet eng zusammenarbeiten. In diesem Jahr werden im Rahmen des Arbeitsmedizinischen Kolloquiums der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung die Themenbereiche „Schichtarbeit“ und „Umsetzung der am 01.01.2011 in Kraft getretenen Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)“ referiert. Hier interessieren insbesondere die Fragen nach dem Schichtmodell mit den geringsten gesundheitlichen Folgen und die Lösungen von Pflicht- bzw. Angebotsuntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Praxis.

Tagungs-Präsident:
Prof. Dr. med. Dipl.-Chem. G. Triebig
Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin
der Universität Heidelberg
Voßstraße 2, 69115 Heidelberg
E-Mail: GTriebig@med.uni-heidelberg.de

Presse:
m-con-mannheim: congress GmbH
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim
Michaela Wiehl
Tel. +49 621 4106-164
Fax +49 621 4106-80164
michaela wiehl@mcon–mannheim.de

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