PRESSEMITTEILUNG CCC-FORSCHUNGSPROJEKT

Seit der Etablierung international begutachteter Behandlungszentren in der Hämatologie und Onkologie mit interdisziplinären Strukturen wird die Integration psychoonkologischer Betreuung in das Behandlungskonzept als wichtiges Kriterium gefordert.
Diese umfasst Informationen und Beratung sowie im Bedarfsfall auch psychotherapeutische Angebote bzw. die Vermittlung in eine entsprechende ambulante Behandlung. Die inzwischen zwölf, durch internationale Begutachtung ausgezeichneten und von der Deutschen Krebshilfe geförderten Comprehensive Cancer Center’s (CCCs) oder ‚Onkologische Spitzenzentren’ sollen dabei eine multidisziplinäre, klinische Versorgung von Krebspatienten sicherstellen. Die Versorgung wird mit Forschungsprogrammen und Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur- sowie einer Qualitätssicherung, welche die optimale Koordination von Krebsmedizin und Krebsforschung gewährleisten, verbunden. Hierzu gehört auch ein qualitativ hochwertiges psychoonkologisches Angebot, wobei der entsprechenden Beratung und Behandlung im ambulanten wie auch (teil)stationären Bereich ein hoher Stellenwert beigemessen wird.
Trotz vieler Fortschritte in der psychoonkologischen Forschung und Versorgung allgemein, sind strukturierte psychoonkologische Angebote in den Comprehensive Cancer Center’s (CCC) derzeit noch nicht hinreichend etabliert.
Vor diesem Hintergrund wird unter der Leitung von Professor Dr. phil. Joachim Weis, Klinik für Tumorbiologie Freiburg, ein Forschungsvorhaben geleitet, mit dem die psychoonkologischen Beratungen und Behandlungen der Tumorpatienten in den von der Deutschen Krebshilfe geförderten Comprehensive Cancer Center untersucht wird. Dabei sollen die psychosozialen Belastungen bei den Patientinnen und Patienten (mittels Selbsteinschätzung) systematisch ermittelt und der Bedarf nach psychoonkologischen Hilfen erfasst werden. Die Inanspruchnehmer eines psychoonkologischen Unterstützungsangebots werden mit Nicht-Inanspruchnehmern hinsichtlich diverser Kriterien über einen Zeitraum von vier Messzeitpunkten verglichen. Das Forschungsprojekt soll Aufschlüsse darüber geben, wie die psychoonkologische Betreuung in den Zentren optimiert werden kann und die bedürftigen Zielgruppen besser erreicht werden können.
Das im Februar gestartete Forschungsprojekt wird in Kooperation mit den geförderten Spitzenzentren in Dresden, Erlangen, Essen, Freiburg, Tübingen, Berlin, Köln-Bonn, Heidelberg, Hamburg, Ulm, Frankfurt, Würzburg sowie mit der Studienzentrale des Universitätsklinikums Freiburg durchgeführt.

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