Pressekonferenz & Fachtagung: Zecken-Experten warnen vor trügerischer Sicherheit

Die Zahl der FSME-Erkrankungen erreichte 2013 ein neues Rekordhoch. „Laut vorläufigen Zahlen stiegen die Krankheitsfälle von 195 im Jahr 2012 auf 411 im Jahr 2013. „Dies bestätigt uns, dass wir nicht davon ausgehen können, dass die Zeckenaktivität zurück geht. Zecken sind weiterhin hochgefährlich“, warnt Prof. Dr. Ute Mackenstedt, wissenschaftliche Leiterin des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses der Universität Hohenheim. Aufgrund des milden Wetters sind die Parasiten auch im Winter aktiv. Weitere Details zum Verhalten von Zecken und den von ihnen ausgehenden Gefahren für Mensch und Tier erläutert die Parasitologin mit weiteren Experten aus Biologie, Veterinär- und Humanmedizin auf einer Pressekonferenz und einer öffentlichen Info-Veranstaltung im Rahmen des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses. Das Programm und die Anmeldung finden Sie unter www.zeckenkongress.de

Im Rahmen der Pressekonferenz am 13.03.2014 werden folgende Themen erörtert:

• FSME Hot Spots: Meist sind es sehr kleine Gebiete in denen eine große Zahl Zecken vorkommen, die mit FSME infiziert sind. Die Pläne für eine neue Studie zum Zeckenvorkommen in Gärten stellt Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Fachgebiet Parasitologie, Universität Hohenheim, vor.

• Zecken im Härtetest: Zecken sind ausgesprochene Überlebenskünstler. Was die Spinnentiere alles aushalten, wann sie besonders aktiv sind, warum wir künftig zunehmend auch im Winter mit Zeckenaktivität rechnen müssen, erklärt Dr. Olaf Kahl, Geschäftsführer der Informationsplattform Zeckenwetter.de.

• Chamäleonkrankheit FSME: Die Hirnhautentzündung wird von Zecken übertragen – doch die Symptome können ausgesprochen unterschiedlich ausfallen. Über die verschiedenen Gesichter der FSME, die Folgen für Patienten und über aktuelle Fallzahlen berichtet Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé, Chefärztin der Neurologischen Klinik des Krankenhaus Nordwest, Frankfurt a. M.

Informationsveranstaltung für interessierte Bürger 19. März 2014

Insgesamt können Zecken mehr als 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen. Und diese setzen nicht nur dem Menschen zu. Auch sein bester Freund – der Hund – ist gefährdet. Doch wie können sich Hund und Mensch am besten vor den kleinen Blutsaugern schützen? Welche Hilfe ist noch nach einem Zeckenstich möglich? Und wie stellt der Arzt fest, ob tatsächlich Krankheitserreger übertragen wurden? Antworten auf diese und viele weitere interessante Fragen geben Experten im Rahmen der öffentlichen Informationsveranstaltung anlässlich des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses am 19. März 2014 von 18:30 bis 20:45 Uhr an der Universität Hohenheim, Schloss Hohenheim, 70599 Stuttgart.

Wissenschaftliche Fachtagung 17. und 18. März 2014

Biologie und Ökologie der Zecken, Verbreitung der Zecken und zeckenübertragener Erkrankungen in Europa, außerdem klinische Diagnostik und Prophylaxe bei Mensch und Tier sowie Strategien zur Zeckenbekämpfung: So lauten die wissenschaftlichen Themen des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses von 17. März 2014, 10:00 Uhr bis 18. März, 16:00 Uhr an der Universität Hohenheim.

Ärztefortbildung 19. März 2014

Die anschließende Ärztefortbildung beschäftigt sich unter anderem mit der Zeckenaktivität und seltenen Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden. Weitere Schwerpunkte sind die Diagnostik und die Klinik der Krankheiten, sowie neueste Erkenntnisse zur FSME-Impfung und erste Erfahrungen mit der Borreliosemeldepflicht in Bayern. Die Ärztefortbildung findet statt am 19. März 2014 von 14:30 bis 18:30 Uhr an der Universität Hohenheim, Schloss Hohenheim, 70599 Stuttgart.

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Universität Hohenheim, Fachgebiet Parasitologie
Tel.: 0711/459-22275, E-Mail: Mackenstedt@uni-hohenheim.de

Text: Klebs

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