Potsdamer Wissenschaftler erhält Preis für seine exzellente Geschmacksforschung

Der Geschmack ist von herausragender Bedeutung für die Nahrungsmittelauswahl sowie für die Ausbildung von Geschmacksvorlieben und –abneigungen. Damit beeinflusst er die Ernährung und schließlich unsere Gesundheit. Jedoch sind viele Prinzipien der gustatorischen Wahrnehmung und ihre Beziehung zum Ernährungsverhalten noch unbekannt. Der Biochemiker Wolfgang Meyerhof hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, den Einfluss der Geschmackswahrnehmung auf das Ernährungsverhalten und die Gesundheit zu untersuchen. Seit März 1994 leitet er die Abteilung Molekulare Genetik am DIfE. In den nun mehr als 20 Jahren seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Geschmacksforschung hat er zusammen mit seinem Wissenschaftlerteam Gene für die menschlichen Bittergeschmacks- und Süßgeschmacks-Rezeptoren identifiziert und charakterisiert. Die Forscher entwickelten unter seiner Führung zellbasierte Messverfahren, um die molekularen Eigenschaften der Rezeptoren zu bestimmen und neuartige geschmacksaktive Substanzen aufzufinden. Bisherige Versuche zeigen, dass die Rezeptoreigenschaften die Geschmacksempfindlichkeit menschlicher Versuchspersonen beeinflussen und dass Wahrnehmungsunterschiede in der Bevölkerung durch Polymorphismen (Variationen) in den Rezeptorgenen bedingt sein können. Die Auswirkungen dieser Zusammenhänge auf das Ernährungsverhalten sind Gegenstand zukünftiger Forschungen.

* FEMA Excellence in Science Award:

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten DZD. Näheres unter .

Die Leibniz-Gemeinschaft vereint 89 Einrichtungen, die anwendungsbezogene Grundlagenforschung betreiben und wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen. Insgesamt beschäftigen die Leibniz-Einrichtungen rund 17.200 Menschen – darunter 8.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – bei einem Jahresetat von insgesamt knapp 1,5 Milliarden Euro. Die Leibniz-Gemeinschaft zeichnet sich durch die Vielfalt der in den Einrichtungen bearbeiteten Themen und Disziplinen aus. Die Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft bewahren und erforschen das natürliche und kulturelle Erbe. Darüber hinaus sind sie Schaufenster der Forschung, Orte des Lernens und der Faszination für die Wissenschaft. Näheres unter .

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Meyerhof
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Abteilung Molekulare Genetik
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal
Tel: +49 (0)33200 88 2282/2556
E-Mail: meyerhof@dife.de

(Vor dem 22. Oktober 2014 ist Herr Meyerhof nur am 15. Oktober telefonisch zu erreichen.)

Pressekontakt:
Dr. Gisela Olias
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal/Deutschland
Tel.: +49 (0)33200 88-2278/-2335
E-Mail: olias@dife.de
oder: presse@dife.de

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