Schonende Brustuntersuchung – Positronen-Emissions-Mammographie (PEM) schafft Klarheit bei Brustkrebs

 Ziel einer jeden radiologischen Brustuntersuchung ist es, bei einer ersten Verdachtsdiagnose fundiert Klarheit zu schaffen. Mit der PEM (Positronen-Emissions-Mammographie), eine Spezialanwendung der nuklearmedizinischen Positronen-Emissions-Tomographie (PET), ist das möglich. Sie bietet mittels eines speziellen Aufnahmekopfes (Scanners) eine äußerst detaillierte Abbildung des Brustgewebes, bei der auch kleinste Bereiche abnormalen Gewebes sofort erkannt werden können. Mittels PEM können Tumoren erkannt werden, die erst 1,6 mm groß sind, was der Breite eines Reiskorns entspricht. In diesem Stadium können Operationen brusterhaltend vorgenommen werden. Aber auch wenn der Anfangsverdacht unbegründet ist, bietet die Positronen-Emissions-Mammographie diagnostische Sicherheit.

Positronen-Emissions-Mammographie bietet Genauigkeit bei gleichzeitig sehr hoher Bildauflösung

Die Positronen-Emissions-Mammographie (PEM) bietet eine herausragende Genauigkeit bei gleichzeitig sehr hoher Bildauflösung im Vergleich zu den ansonsten verfügbaren Untersuchungsmethoden wie Mammographie, Brust-Ultraschall oder Brust-Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT).

Eines dieser fahrbaren Geräte für die Positronen-Emissions-Mammographie steht in der Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen, die von Dr. med. Andreas Blynow (r.) und Dr. med. Frank Müller (li) geleitet wird; in der Bildmitte Alexander Schweitzer, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz; (Foto: Peter Soppa)

Studiedaten, deren Ergebnisse Dr. Müller zum European Congress of Radiology (ECR) 2013 vorgestellte, zeigen, dass die PEM einen positiven Vorhersagewert von 80% und einen negativen Vorhersagewert von 100% hat.

In der Studie wurde nicht nur die verdächtige Brust untersucht. Vielmehr wurde das verdächtige Areal mit der korrespondierenden Region auf der gesunden Gegenseite verglichen, um das Verhältnis zwischen Tumor und gesunden Drüsengewebe zu ermitteln. Die Bilddaten wurden von zwei erfahrenen Ärzten unabhängig befundet und mit der Histopathologie bei Karzinomverdacht verglichen.

Für wen eignet sich die PEM besonders:

  • Patientinnen mit der Verdachts-Diagnose Brustkrebs, denn Studien weisen nach, dass die methodische Zuverlässigkeit der PEM (Spezifität und Sensitivität) über 90 Prozent liegt.
  • Patientinnen mit Brustimplantaten, da die Kompression der Brust nicht so stark ist wie bei der klassischen Mammographie.
  • Jüngere Patientinnen, denn bei PEM kann die Brust trotz des dichten Brustgewebes sehr gut beurteilt werden.
  • Brustkrebspatientinnen während der Strahlen- und Chemotherapie, denn die Wirksamkeit von Strahlen- und Chemotherapie kann schon nach kürzester Zeit beurteilt werden. 
  • Ehemalige Brustkrebspatientinnen, denn die frühestmögliche Entdeckung kleinster Krankheitsherde ist mittels PEM möglich.
  • Patientinnen, für die eine MRT nicht infrage kommt.

Fazit zur Positronen-Emissions-Mammographie:

Durch eine klare und schnelle Diagnostik können mit der PEM (Positronen-Emissions-Mammographie) Verdachtsmomente auch bei schwierigen Fällen sofort und mit hoher Zuverlässigkeit abgeklärt werden. Dr. Müller: „Mit dieser Methode kann bei verdächtigen Stellen, die sich bei der PEM auf dem Untersuchungsschirm zeigen, erkannt werden, ob es sich tatsächlich um einen Brustkrebstumor handelt oder nicht. Fehlinterpretationen durch Narbengewebe, dichtes Brustgewebe, Brustimplantate und Zyklusabhängigkeit können bei diesem Diagnoseverfahren nicht entstehen.“

Früherkennung hilft Brustkrebs heilen

Rund 75.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Eine Früherkennung durch das Mammographie-Screening kann beim Heilungsprozess helfen. Im Fall eines auffälligen Befundes ist mit einem möglichst genauen Diagnoseverfahren zu untersuchen, welche Brustkrebstherapie angezeigt ist. Es hängt auch von der Genauigkeit des Verfahrens ab, wie erfolgreich eine Therapie sein kann. Hierfür stehen unterschiedliche Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Die Positronen-Emissions-Mammographie (PEM) zählt dabei zu den fortschrittlichen Weiterentwickungen der letzten Jahre.

RLP Minister Alexander Schweitzer informiert sich

Alexander Schweitzer, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz besuchte die Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin in Ludwigshafen. Minister Schweitzer informierte sich bei seinem Besuch über das Verfahren, die bisherigen Erfahrungen und die aktuellen Fallauswertungen bei der Anwendung der PEM. Vor dem Hintergrund der hohen Anzahl jährlicher Brustkrebs-Neuerkrankungen und den neuen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten appeliert er an jede Frau, das angebotene Präventionsprogramm zur Brustkrebsfrüherkennung regelmäßig zu nutzen.

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Weitere Informationen:

Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen
Dr. med. Andreas Blynow
Dr. med. Frank Müller

Otto-Stabel-Str. 2-4
67059 Ludwigshafen
Telefon: 0621 5100-21
Telefax: 0621 5100-25
www.radiologie-ludwigshafen.de

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