Positive Berufsaussichten für Absolventen des dualen Pflegestudiengangs

Jährlich bereiten sich circa 60 Studienanfänger im ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang Pflege dual darauf vor, Verantwortung im Bereich pflegerischer Versorgung zu übernehmen. Sein inhaltlicher Schwerpunkt und gleichzeitig sein Alleinstellungsmerkmal ist der gerontologische Schwerpunkt, für den sogar eine Stiftungsprofessur in gerontologischer Pflege eingerichtet wurde.

Die Stiftungsprofessur wurde im Jahr 2009 auf Initiative des Bayerischen Sozialministeriums an der KSFH ins Leben gerufen und von der Josef und Luise Kraft-Stiftung mit insgesamt 500.000 Euro und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit 50.000 Euro finanziert. Auf die Professur wurde Prof. Dr. Bernd Reuschenbach berufen.

Neben der wissenschaftlich fundierten Pflege insbesondere alter Menschen steht die Weiterentwicklung der Pflege- und Versorgungsangebote für die alternde Gesellschaft im Fokus des Studienganges.

Die Studierenden erwerben neben dem Bachelor of Science, der ihnen die Türen zu einer wissenschaftlichen Karriere öffnet, auch den Abschluss der beruflichen Bildung (staatliches Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege oder in der Altenpflege) und damit die Zulassung zum Beruf als Pflegefachkraft. Auch wenn bisher noch wenige AbsolventInnen dieser dualen Pflegestudiengänge auf dem Arbeitsmarkt sind, lassen sich auf Grund vorliegender Bedarfsanalysen ein deutlicher Bedarf an hochqualifizierten Pflegefachkräften und damit ausgezeichnete Arbeitsmarktchancen prognostizieren. Ergebnisse der Begleitforschung zeigen, dass die Studierenden selbst um ihre Möglichkeiten wissen und ihre Berufsaussichten positiv einschätzen. Die Mehrheit geht davon aus, dass ihnen attraktive Karrierewege in der Pflege offenstehen.
Erste Ergebnisse der Begleitforschung zeigen, dass sich die zukünftigen Arbeitgeber in der Pflege durch die Absolventen des dualen Studienganges viele positive Veränderungen für die Pflegepraxis erhoffen. So äußerte die Mehrheit der befragten Pflegedienstleitungen, dass sich mit dem Einsatz von Pflegeakademikern die Qualitätssicherung in der Pflege langfristig verbessern werde. Insbesondere für Menschen mit demenziellen Erkrankungen wird von einer Stärkung individueller angemessener und bedürfnisorientierter Pflege ausgegangen. Gerade angesichts der wachsenden Zahl von demenziell erkrankten Pflegebedürftigen zeigt sich dies als besonders wichtiges Ziel der Pflegeakademisierung.

Es zeichnet sich bereits ab, dass die Studierenden im Rahmen ihres dualen Bachelor-Studiengangs ein eigenes, wissenschaftlich geprägtes Profil entwickeln, um Veränderungen in der Pflege initiieren und umsetzen zu können. Lehrer aus den Berufsfachschulen für Alten- und Krankenpflege beispielsweise melden zurück, dass sie bei den Studierenden vor allem die ausgeprägte Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen von Sachverhalten wahrnehmen. Zudem schätzen sie die Fähigkeit der Studentinnen und Studenten, selbständig zu arbeiten, sowie deren hohe Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Auch die gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Studierenden wird erwähnt, die dabei helfen kann, die Anliegen der Pflegebedürftigen aber auch die der Pflegenden besser zu vertreten.

Die befragten Studierenden von „Pflege dual“ geben eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Studium an und sind motiviert, sich der Mehrfachbelastung eines ausbildungsintegrierenden Studienmodells zu stellen.

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