Plötzlicher Herztod: Vorsprung im Wettlauf gegen die Zeit

Weniger als zehn Prozent der Menschen, die einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden, überleben eine reanimationspflichtige Situation, zwischen etwa 75.000 und 100.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens eröffnet Möglichkeiten, diese seit Jahren stabilen Zahlen signifikant zu senken, allein: „Im Gesundheitswesen befindet sich Deutschland noch in der IT-Steinzeit“, sagt der Experte für Telemedizin Professor Wilhelm Stork, Leiter des Leiter Bereichs Mikrosystemtechnik am Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT und Konsortialführer von RAMSES.

Im zu Jahresbeginn gestarteten Projekt RAMSES (Remote Access to Medical Information on Smartphones during Emergencies and Health Crisis, zu Deutsch: Fernzugriff auf medizinische Informationen mittels Smartphones bei Gesundheitskrisen) soll nun binnen eines Jahres die technische Lösung hierfür entwickelt werden. Ein zentrales Element ist das Fernzugriffsmodul EmergencyEye, mit dem sich das am Projekt beteiligte Start-up Corevas in der ersten Ausschreibungsrunde des Head-Start-Programms 2017 des European Institute of Innovation and Technology (EIT) durchgesetzt hat. Am ITIV wiederum wird nach der Antwort auf die Frage gesucht, wie der Disponent über das Ersthelfer-Smartphone einen Rückkopplungskanal öffnen kann, ohne dass das Smartphone dies als unzulässigen Zugriff betrachtet und verhindert.

Hackathon: Ideen für die Weiterentwicklung

Ideeninput soll der „EmergencyEye-Hackathon am Ring“ bringen: Studierende sind dazu aufgerufen, vom 16. bis 18. Februar 2018 am Nürburgring technische Lösungen rund um das Notfallmanagement per Remote-Zugriff auf Smartphones zu entwickeln. Auf dem Programm stehen zudem Key-Notes sowie Veranstaltungen beispielsweise zu Design Thinking oder Business Modeling.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Das European Institute of Innovation and Technology (EIT), eine 2008 gegründete Initiative der EU, vernetzt europäische Spitzenforschung und Unternehmen, um Lösungen für zentrale Zukunftsthemen voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken. Das 2014 initiierte EU-Konsortium EIT Health ist eine der größten Gesundheitsinitiativen weltweit. Es hat das Ziel, die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.

Weiterer Pressekontakt:
Denis Elbl, Redakteur/Pressereferent, Tel.: +49 721 608-21153, E-Mail:

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-,
Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26 000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlag

Das KIT ist seit 2010 als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:

Scroll to Top