Plastische Chirurgie – Versorgung im Rhein-Main-Gebiet gesichert

Am Universitätsklinikum Frankfurt ist das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie bisher nicht als eigenständige Klinik vertreten. Durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden Kliniken soll die Patientenversorgung bei bestimmten Krankheitsbildern auf einem qualitativ hohen Niveau von überregionaler Bedeutung sichergestellt werden. „Das Zentrum für Chirurgie am Klinikum der J.W. Goethe-Universität ist mit seiner Behandlungsbreite und seinen über 32.000 Behandlungsfällen allein im Jahr 2010 zweifelsohne der Supramaximalversorger im Großraum Frankfurt. Umso mehr freuen wir uns über die nun begonnene Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner aus unserer Region.“ freute sich Prof. Jürgen Schölmerich, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums. Sein Vorstandskollege und kaufmännischer Direktor, Dr. Hans-Joachim Conrad, fügte dem hinzu: „Zuallererst profitieren natürlich die Patienten im Rhein-Main-Gebiet von der Bündelung dieser medizinischen Expertise. Das ist gut und notwendig. Darüber hinaus ist das gemeinsame Vorgehen in der Plastischen Chirurgie selbstverständlich auch unter Effizienzgesichtspunkten sehr begrüßenswert.“

„Die Kooperation mit dem Universitätsklinikum ist für uns eine große Herausforderung, der wir mit Freude entgegensehen. Im Wettbewerb auf dem Gesundheitsmarkt ist sie selbstverständlich auch von strategischer Bedeutung für unseren Klinikkonzern“, betonte Helmuth Hahn-Klimroth, Geschäftsführer der Kliniken des Main-Taunus-Kreises.

Die Plastische Chirurgie ist eine eigenständige – mit einem Facharzttitel versehene – chirurgische Disziplin, deren zentrale Aufgabe es ist, aus funktionellen oder ästhetischen Gründen Form verändernde oder wiederherstellende Eingriffe an verschiedensten Körperregionen durchzuführen. Dies ist in der Regel nach Krebsoperationen, nach Unfällen, bei chronischen bzw. schlecht heilenden Wunden oder angeborenen Fehlbildungen erforderlich. Plastisch-rekonstruktive Chirurgen korrigieren Haut und Weichteile, Muskeln, Sehnen und periphere Nerven sowie Knochen und Knorpel.
Zum rekonstruktiven Einsatzgebiet gehört ebenfalls die Entfernung gutartiger oder bösartiger Haut- oder Weichteiltumore, zum Beispiel sogenannter Weichgewebesarkome der Extremitäten. Mit mikrochirurgischer Verfahren werden unter mikroskopischer Vergrößerung Gewebetransplantationen zur Wiederherstellung von Form und Funktion des Körpers durchgeführt.
Durch die Integration der Plastischen Chirurgie insbesondere in onkologische Therapiekonzepte kann zur Sicherheit des Patienten wesentlich radikaler operiert werden und gegebenenfalls auch früher eine Bestrahlung nach Entfernung des Tumors vorgenommen werden. Patienten können sowohl im Krankenhaus Bad Soden als auch im Universitätsklinikum Frankfurt gemeinsam behandelt werden.

Über die Klinik für Plastische, Hand- und Rekonstruktive Chirurgie der Kliniken des Main-Taunus-Kreises:
Die Klinik für Plastische, Hand- und Rekonstruktive Chirurgie der Kliniken des Main-Taunus-Kreises ist eine Abteilung des Krankenhauses Bad Soden und besteht seit 1985. Sie bildet das gesamte Spektrum der modernen Plastischen Chirurgie, rekonstruktiven Mikrochirurgie, aber auch der ästhetischen Chirurgie ab. Professor Dr. Michael Sauerbier leitet die Klinik seit 2007. Zuvor war er zwölf Jahre an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Ludwigshafen tätig, zuletzt als leitender Oberarzt der Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie mit einem Schwerbrandverletztenzentrum. In den Jahren 1999/2000 absolvierte er einen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützten Auslandsaufenthalt in den USA an der Mayo Klinik in Rochester. Professor Sauerbier war seit 2003 an der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg für das Fach Plastische Chirurgie habilitiert und wurde jetzt an die Medizinische Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt umhabilitiert.

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