Plasmatechnologie-Experten tagen in Greifswald

Veranstaltet wird die im Institut für Biochemie stattfinde Fachtagung vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) mit Unterstützung des Instituts für Physik der Universität Greifswald. Träger der PT-16 ist die Deutsche Gesellschaft für Plasmatechnologie e.V.

Plasmatechnologie hat sich zunehmend als Schlüssel- und Querschnittstechnologie etabliert. Die technologischen Anwendungen von Niedertemperaturplasmen sind äußerst vielfältig: Neben der Lichterzeugung spielen sie u. a. eine wichtige Rolle in der Mikroelektronik, in der Schaltertechnik, der Plasmachemie, der Optik und Lasertechnik, der Verpackungs- und Medizintechnik, der Solar- und Umwelttechnik, bei der Energieerzeugung sowie in der Automobil- und Raumfahrtindustrie. In jüngerer Zeit haben relativ neue Gebiete wie die plasmagestützte Abscheidung von Nanokompositen und die Plasmamedizin weiter an Bedeutung gewonnen.

Greifswald bietet der Fachtagung ein ideales Forum: Die Plasmaphysik hat in der Stadt an der Ostsee eine fast 100-jährige Tradition. Rudolf Seeliger, Gasentladungsphysiker, legte 1918 den Grundstein dafür, als er an das Physikalische Institut der Universität Greifswald kam. Inzwischen gibt es in der Hansestadt mit dem Institut für Physik der Universität sowie den beiden außeruniversitären Einrichtungen, dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), eine weltweit einzigartige Kombination und Konzentration von Instituten, die auf dem Gebiet der Plasmatechnologie und -physik forschen.

Ein Highlight der Tagung ist der öffentliche Abendendvortrag von Metin Tolan (TU Dortmund). Er findet am Montag, dem 18. Februar um 19 Uhr im Kaisersaal der Greifswalder Stadthalle statt. In dem Vortrag „Geschüttelt, nicht gerührt! James Bond im Visier der Physik.“ widmet sich Tolan anschaulich physikalischen Phänomenen aus den Filmen um den englischen Geheimagenten. Er beantwortet Fragen wie „Wieso trinkt 007 seinen Martini eigentlich geschüttelt und nicht gerührt?“, „Woran stirbt die vergoldete Frau in „Goldfinger“?“ oder „Kann man wirklich mit einem brennenden Auto übers Eis fahren?“

Im „wirklichen“ Leben ist Professor Metin Tolan Lehrstuhlinhaber des Fachbereichs Experimentalphysik I der Technischen Universität Dortmund. Gemeinsam mit seinen Studenten hat er verschiedene Szenen der James-Bond-Filme untersucht und sie auf ihre physikalische Machbarkeit geprüft, mit zum Teil verblüffenden Ergebnissen.

Der Vortrag von Metin Tolan spricht sowohl Laien als auch Physik-Asse an. Der Eintritt ist kostenlos. Einlass ab 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Pressekontakt
Liane Glawe, glawe@inp-greifswald.de, Tel: 03834-554-312

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