Plasmamedizin – Ein Leuchtturm der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Mit der Plasmamedizin bietet sich die Chance, eine aktuelle Entwicklung in der Medizin untrennbar und nahezu einzigartig mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern zu verbinden, gut sichtbar auch über Landesgrenzen hinaus. Die medizinische Anwendung von physikalischem Plasma, die Plasmamedizin, ist ein vergleichsweise junges Arbeitsgebiet der Medizin. Gestützt auf Studien verspricht sie vielfältigen Einsatz, etwa bei der Dekontamination und Sterilisation von Oberflächen, Materialien und Produkten aus Kunststoff, OP-Bestecken und Implantaten oder bei der direkten therapeutischen Anwendung in der Human- oder Veterinärmedizin z.B. bei der Behandlung von chronischen Wunden oder Infektionen der Haut.

Das Wissen über diese Möglichkeiten physikalischer Plasmen aber fehlt potenziellen Anwendern noch weitestgehend. Wie bei jeder neuen Technologie gibt es auch zum Einsatz von Plasmen in der Medizin nebst großer Euphorie manche Bedenken oder Zurückhaltung vonseiten künftiger Kunden und Anwender.

Das im Rahmen des Ideenwettbewerbs ausgezeichnete Marketingprojekt will u.a. Ärzten, Patienten und Krankenkassen diese neue Technologie nahe bringen sowie Verständnis und Interesse für das große Wirkungspotenzial durch Beispiele aus der Praxis stärken. Die Fördermittel fließen in Marketingaktivitäten, die in enger Abstimmung und gemeinsam mit dem Landesmarketing unter der bekannten Marke „MV tut gut“ entwickelt werden.

Mediziner des Klinikums Karlsburg bringen sich als mögliche Anwender der Plasmamedizin aktiv ein und unterstützen damit das Projekt maßgeblich. Das Klinikum ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie vaskulärer Erkrankungen, Erkrankungen des Herzmuskels und der Herzklappen sowie sämtlicher Formen von Diabetes mellitus und seiner Komplikationen. In der Versorgung herzkranker Diabetiker ist Karlsburg seit vielen Jahren Vorreiter in Deutschland und Europa. Die Karlsburger Mediziner sehen in der Plasmamedizin bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen große Chancen.

Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden zwei Jahren mit knapp 200.000 Euro gefördert. Die Mittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Kontakt:
Liane Glawe, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald)
E-Mail: glawe@inp-greifswald.de

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