PK Internationaler Kongress „Kindheiten im Zweiten Weltkrieg in Europa“

Münster (ukm). Nach dem viel beachteten, ersten internationalen Kongress zum Thema „Die Generation der Kriegskinder und ihre Botschaft für Europa 60 Jahre nach Kriegsende“ im April 2005, ist es an der Zeit für eine Bestandsauf-nahme der zwischenzeitlich erfolgten Forschungsergebnisse. Das besondere Merkmal dieses Kongresses, zu dem rund 300 Teilnehmer erwartet werden, ist die Breite interdisziplinäre Perspektive in der Auseinandersetzung mit belas-tenden Kindheitserfahrungen im II. Weltkrieg in Europa. 60 Referenten stellen ihre aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse in insgesamt 19 Symposien vor. Wir sind froh und dankbar, dass Referenten aus weiteren europäischen Staaten und aus Israel die Mühe auf sich nehmen, um uns an ihren Forschungsergeb-nissen teilhaben zu lassen und die Tagung mit ihren Diskussionsbeiträgen zu bereichern.

Mit dem Fokus auf die zwischen 1928 und 1948 Geborenen und deren Kriegs-bedingten psychischen, sozialen und körperlichen Belastungen sowie die mögli-chen Spätfolgen im Alternsprozess möchte der Kongress auch dafür sensibili-sieren, dass Kriege jeglicher Art vergleichbare Langzeitfolgen für die Bevölke-rung nach sich ziehen können. Insofern nimmt der Kongress für sich in An-spruch, Aussagen auch im Hinblick auf die aktuelle Situation der Menschen in Krisengebieten in aller Welt zu formulieren. Denn auch wenn die Waffen schweigen, reichen die Schatten von kriegerischen Auseinandersetzungen noch lange in das Leben der Menschen hinein. Dies beunruhigt umso mehr, als die Schädigung von Kindern durch Konflikte, Kriege und Übergriffe aller Art welt-weit kein Ende zu nehmen scheinen.

Folgende Referenten stehen Ihnen während der Pressekonferenz zur Verfügung:

– Frau Prof. Dr. Barbara Stambolis und Prof. Dr. Jürgen Reulecke
(Geschichtswissenschaften)
– Frau Prof. Dr. Zahava Solomon (Tel Aviv, Israel)
(Jüdische Perspektive)
– Herr Prof. Dr. Hans-Heino Ewers
(Literaturwissenschaftliche Perspektive)
– Frau Prof. Dr. Insa Fooken
(Gerontologische Perspektive)
– Herr Prof. Dr. Gereon Heuft
(Perspektive der Alterspsychotherapie und Psychotraumatologie)
– Herr Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch
(Perspektive der Gerontopsychiatrie)
– Herr Prof. Dr. Hartmut Radebold
(für die Veranstalter)

Das Programm und die vollständige Referentenliste des Symposiums sowie ei-ne Anfahrtsbeschreibung finden Sie angehängt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Univ.-Prof. Dr. med. Gereon Heuft
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Universitätsklinikum Münster
Domagkstr. 22
48149 Münster
Tel.: +49/(0)251/ 83 52901
Fax: +49/(0)251/83 52903
E-Mail: heuftge@ukmuenster.de

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