PK am 27.9.17: Ärzte trainieren mit Schauspielern die Versorgung von Opfern nach Terroranschlägen

Im letzten Jahr sind die deutschen Unfallchirurgen mit einem 5-Punkte-Plan in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr angetreten, um die medizinische Versorgung bei einem Massenanfall von Verletzten im Terrorfall (TerrorMANV) für jeden Ort in Deutschland optimal zu organisieren. Ein Jahr später geht es auf der 2. Notfallkonferenz am 27. September 2017 darum, die Umsetzung der gesteckten Ziele zu bewerten sowie neue übergeordnete Konzepte und weitere Schritte zur Vorbereitung der Traumazentren der Initiative TraumaNetzwerk DGU® auf den Weg zu bringen.

Dabei steht auch die Triage von Notfallpatienten im Vordergrund. Denn bei einem Massenanfall von Verletzten im Terrorfall ist eine systematische Vorgehensweise vor Ort von höchster Bedeutung, um möglichst vielen Verletzten gute Überlebenschancen zu bieten. Mithilfe des neu entwickelten Algorithmus „Kategorisieren – Priorisieren – Disponieren – Realisieren“ (Triage TerrorMANV) werden Verletzte entsprechend ihres Verwundungsgrades eingeteilt und erhalten eine spezifische medizinische Behandlung. Dieses Vorgehen wird den Konferenzteilnehmern anhand einer praktisch-klinischen Einschätzungsübung mithilfe von geschminkten Schauspielern vorgeführt. Mediziner können es zudem zum Lernen seit kurzem in dem Kurs „Terror and Disaster Surgical Care (TDSC®)“ in Form einer Strategieübung simulieren. Sowohl die Einschätzungsübung als auch die Kurs-Simulationsübung finden auf dem Klinikgelände der Frankfurter Universitätsklinik statt und werden live in den Saal der 2. Notfallkonferenz übertragen und von Experten der DGU und der Bundeswehr kommentiert.

An dem Treffen nehmen Spitzenvertreter der deutschen Unfallchirurgie, weiterer chirurgischer Disziplinen und der Notfallmedizin, aus Rettungs- und Sicherheitsorganisationen sowie Politik und Bundeswehr teil.

Medienvertreter sind herzlich zum Pressegespräch und zur Teilnahme an der 2. Notfallkonferenz mit dem Titel „Bisherige Erfahrungen und Konzepte für den TerrorMANV“ eingeladen.

Veranstaltungsort:
Haus 23 (Zentralgebäude)
Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Theodor-Stern-Kai 7, Frankfurt am Main

Das Pressegespräch findet statt am:
Mittwoch, den 27. September 2017, 13 bis 13:30 Uhr
Haus 23 C, Untergeschoss, Seminarraum 6, OB 201

Der Vortrag „Der innerklinische Triagealgorithmus beim TerrorMANV“ findet statt am:
Mittwoch, den 27. September 2017, 13:30 bis 14 Uhr
Haus 23, Hörsaal 23-3

Die Einschätzungsübung mit Schauspielern wird live in den Hörsaal übertragen und kann dort von Medienvertretern verfolgt werden. Sie findet statt am:
Mittwoch, den 27. September 2017, 14 bis 15 Uhr
Haus 23, Hörsaal 23-3

Kameraaufnahmen von ausgewählten Motiven der Einschätzungsübung sind möglich am:
Mittwoch, den 27. September 2017, 15 bis 15:30 Uhr
Haus 23, im Vorraum des Hörsaals 23-3

Beim Pressegespräch sprechen zu folgenden Themen:

1. Status quo: Was haben wir mit dem 5-Punkte-Plan hinsichtlich der Versorgung Schwerverletzter im Terrorfall erreicht?
Professor Dr. Ingo Marzi, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU);
Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

2. Blick nach vorn: Was sind die nächsten Meilensteine, welche Kooperationen und Projekte stehen an?
Professor Dr. Benedikt Friemert, Oberstarzt, Leiter der AG Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie der DGU, Klinischer Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Rekonstruktive und Septische Chirurgie, Sporttraumatologie, Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Informationen für Bildaufnahmen:
Die Einschätzungsübung muss störungsfrei ablaufen und kann deshalb nicht live mitgefilmt werden. Der Mitschnitt wird Medienvertretern kostenfrei im Rahmen der Berichterstattung über die 2. Notfallkonferenz zur Weiterverwendung zur Verfügung gestellt. Dafür stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

1) PGM kann in HD_SDI embedded abgegriffen werden.
2) Über einen vorhandenen Splitter (XLR-Anschluss) kann der Ton abgegriffen werden.
3) Medienvertretern wird ein Kopierplatz zur Verfügung gestellt, an dem sie das Filmmaterial eigenständig als MOV High Resolution überspielen können.
4) Eigene Kameraaufnahmen von ausgewählten Motiven der Einschätzungsübung sind in der Zeit von 15 bis 15:30 Uhr möglich.

Presse-Akkreditierung:
Susanne Herda und Swetlana Meier
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: 030/340 60 36 -06 oder -16
E-Mail: presse@dgou.de

Hinweis: Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, ob Sie neben dem Pressegespräch auch den Vortrag auf der Notfallkonferenz besuchen möchten. Bitte geben Sie zudem an, ob Sie auf das vorhandene Filmmaterial zurückgreifen oder eigene Kameraaufnahmen tätigen wollen. Interview-Wünsche können wir gern berücksichtigen – bitte geben Sie uns zwecks Terminabsprachen im Vorfeld einen Hinweis.

Die Presseunterlagen stehen nach der Pressekonferenz zum Download bereit unter:
www.dgu-online.de

Hinweis zu den Parkmöglichkeiten:
Vor dem Haus 23 gibt es keine direkte Parkmöglichkeit. Medienvertreter können ihre Arbeitsmittel jedoch vor dem Gebäude ausladen. Bei Bedarf nutzen Sie bitte das Parkhaus in der Sandhofstraße (fußläufig 10 Minuten).

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