Pilzforscher tagen in Jena

Um der Wirkweise von Pilzinfektionen auf die Spur zu kommen und an wirksamen Therapien zu feilen, müssen Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten: Mediziner aus verschiedenen Fachrichtungen, Mikro-, Infektions- sowie Umweltbiologen. Die Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (DMykG) versammelt all diese Disziplinen unter ihrem Dach und fördert deren Zusammenarbeit. Ein wichtiger Teil dabei ist der regelmäßige Austausch, der durch die alljährliche Tagung der DMykG gewährleistet ist.

In diesem Jahr versammelt die DMykG ihre Mitglieder in Jena und tut dies nicht allein, denn das Treffen wird parallel mit dem 1. Internationalen Symposium des Sonderforschungsbereiches/Transregio FungiNet genutzt. Innerhalb dieses Forschungsverbundes arbeiten Wissenschaftler aus Jena und Würzburg an den beiden wichtigsten Pilzen, die in Deutschland lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen. Oliver Kurzai, Projektleiter bei FungiNet und Tagungspräsident, verspricht sich viel von dem interdisziplinären Aufeinandertreffen und wagt schon jetzt einen Blick in die Zukunft der Pilzforschung: „Neue bildgebende Verfahren eröffnen ungeahnte Einblicke in die Interaktion zwischen Pilzen und dem Wirt, mathematische Verfahren bieten neue Möglichkeiten, diese Interaktionen zu verstehen und die immunologische Grundlagenforschung steht an der Schwelle zum Einsatz in der Klinik.“

Zum Gelingen der Tagung trägt auch die Kooperation mit FungiNet bei. Am Sonderforschungsbereich sind die Universitäten Jena und Würzburg sowie sowie das Hans-Knöll-Institut beteiligt. All dies lockt zahlreiche renommierte Wissenschaftler aus der ganzen Welt an die Saale, um ihre Arbeiten vorstellen. An den vier Tagen werden 300 Teilnehmer erwartet und neun Preise für herausragende Forschungsleistungen vergeben.

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