Pflegegeschirr reinigen – Hygienestandards und Möglichkeiten

Pflege

In der Pflege wird Hygiene verständlicherweise ganz großgeschrieben und die Einhaltung der jeweiligen Standards streng überwacht. Im praktischen Pflegealltag, gibt es glücklicherweise viele Hilfsmöglichkeiten zur einfachen, schnellen und hygienischen Reinigung von Nierenschalen, Steckbecken und Co.

Hygiene – Schutz für Pflegende und Pflegeempfänger

Die Einhaltung der Hygienevorschriften schützt nicht nur Heimbewohner oder Klinikpatienten, sondern auch Mitarbeitende und Angehörige vor Infektionen. Entsprechend wichtig ist es, dass jeder Pflegeanbieter seine Standards entwickelt und auch dafür sorgt, dass diese leicht eingehalten werden können. Das bekannteste Hilfsmittel zur Reinigung von Pflegegeschirr sind Steckbeckenspüler. Sie sind effektiv und auch anwenderfreundlich. Zudem kommen Einmalutensilien zum Einsatz, die das Infektionsrisiko stark minimieren.

Bei Einmalutensilien wie Spritzen, Vliesunterlagen etc. ist es relativ leicht. Die sachgemäße Entsorgung wird in der Regel direkt vorgenommen und damit sind alle Risiken bereits ausgeräumt. Werden noch Desinfektionsmittel, Handschuhe, Masken angewendet, gibt es nur noch wenige Kontaminationsmöglichkeiten.

Pflegegeschirr – was zählt dazu?

Neben den Verbrauchsmaterialien zur Einhaltung der Hygienestandards gibt es auch Pflegegeschirr, dass mehrfach eingesetzt wird und daher hygienisch gereinigt werden muss.

In erster Linie wird hierbei an Steckbecken gedacht. Doch auch Waschschüsseln, Nierenschalen oder medizinische Geräte die mehrfach verwendet werden können, wenn sie ordnungsgemäß sterilisiert werden (Zangen z.B.) zählen im weitesten Sinne dazu.

Die Reinigung der Steckbecken galt lange als unbeliebte Tätigkeit in der Pflege. Moderne Steckbeckenspüler erleichtern es den Pflegenden inzwischen jedoch, diese zu reinigen und sorgen für hygienische Reinigung. Dabei sind moderne Geräte so konzipiert, dass sie ressourcenschonend arbeiten und trotzdem beste Ergebnisse liefern.

Welche Vorschriften sind zu beachten?

Die Vorschriften werden in allgemeine Vorschriften und Bereichsbezogene Vorschriften unterteilt. So gelten für Operationssäle natürlich ganz besondere Vorschriften, weil offene Wunden den Eintritt von Keimen besonders leichtmachen. Gilt im allgemeinen die Desinfektion von Händen, Hygiene im Umgang mit Verbandsmaterialien, Toilettenhygiene etc. so wird im OP Bereich nahezu auf Sterilität geachtet.

Die Hygienestandards sollen in erster Linie sogenannte nosokomiale Infektionen verhindern. Darunter versteht man Krankheiten, die sich Patienten oder Heimbewohner innerhalb einer Pflegeeinrichtung zugezogen haben. Aktuell lässt sich dies gut an Corona erklären. Kurgäste die gesund anreisen und sich bei Mitpatienten anstecken, erkranken nosokomial.

Resistente Krankenhauskeime

Krankenhauskeime können Resistenzen gegen Desinfektionsmittel entwickeln und Infektionen auslösen, die schlecht behandelbar sind, weil zum Teil auch gegen Medikamente wie Antibiotika Resistenzen entwickelt wurden. Resistenzen werden beispielsweise entwickelt, wenn Desinfektionsmittel nicht richtig dosiert werden. Die Keime kommen dann mit dem Mittel in Verbindung, werden aber nicht abgetötet (Wischwasser z.B.) Die Ansteckung mit solchen Keimen ist meist meldepflichtig. Erkennen Gesundheitsämter Ausbruchsgeschehen in Einrichtungen, werden meist Hygienekontrollen angeordnet. Im schlimmsten Fall müssen Einrichtungen Bußgelder bezahlen, wenn Hygienische Mängel nachgewiesen werden, die die Gesundheit von Patienten oder Mitarbeitern gefährden.

Fazit: Hygiene ist wichtig. Damit Pflegegeschirr hygienisch gereinigt wird, greifen die meisten Pflegeeinrichtungen auf Steckbecken zurück. Da auch viele Pflegebedürftige von Angehörigen gepflegt werden, gibt es diese sogar in kleinen Ausführungen die auf wenig Raum installiert werden können. Damit werden auch pflegende Angehörige entlastet.

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