Pflanzenschutz im Öko-Gemüseanbau – was hilft wirklich?

Trotz ihrer geringen Größe, richten Möhrenblattflöhe einen großen Schaden an: Wer sie ignoriert, dem zerstören sie womöglich eine ganze Karottenernte. Deshalb widmet die Fachtagung „Zukunftsdialog Ökoland-bau“ am 16. und 17. Mai 2018 diesem Schädling einen eigenen Vortrag. Es geht um ihre Ambivalenz, die Schwierigkeit den Schädling zu erkennen und ihn zu bekämpfen. „Da der ökologische Gemüsebau ein wichtiger Betriebszweig mit einer hohen Bewirtschaftungsintensität ist, haben Pflanzenschutzmittel und der Nützlingseinsatz im Ökologischen Landbau eine hohe Bedeutung“, erklärt Tagungsorganisator Prof. Dr. Stefan Kühne vom Julius Kühn-Institut (JKI), der zugleich als Gastdozent an der HNEE lehrt.
Sechs Fachleute haben er und sein HNEE-Kollege Prof. Dr. Roland Hoffmann-Bahnsen, ebenfalls Dozent am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz, nach Eberswalde eingeladen, um das Thema aus ver-schiedenen Perspektiven zu beleuchten. „Wir werden sowohl über die Anwendung von Kupferpräparaten als auch über einen optimalen Nützlingseinsatz in Kombination mit Pflanzenschutzmitteln sprechen“, sagt Prof. Dr. Hoffmann-Bahnsen. Ziel sei es, mit Landwirt*innen der Region, Berater*innen des Ökolandbaus, Wissenschaftler*innen und Studierende aber auch Vertreter*innen von Behörden des Bundes und der Länder sowie Verbandsvertreter*innen ins Gespräch zu kommen. „Bei einer Exkursion ins benachbarte Ökodorf Brodowin (Landkreis Barnim) lernen die Teilnehmer*innen Gemüsebaukulturen und Anbauverfahren vor Ort kennen und erhalten die Möglichkeit, deren Praxistauglichkeit zu überprüfen“, lädt Prof. Dr. Stefan Kühne ein.

Infos zur Anmeldung
Der 3. Zukunftsdialog „Ökogemüsebau – Pflanzenschutzmittel und Nützlingseinsatz“ findet vom 16. Mai, 13 Uhr, bis 17. Mai 2018, 13 Uhr an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) auf dem Stadtcampus, Schicklerstr. 5, 16225 Eberswalde statt. Tagungskosten betragen 30 Euro. Für Studierende und Journalist*innen ist die Teilnahme kostenfrei.

Journalistinnen und Journalisten werden gebeten, sich im Vorfeld bei der HNEE-Pressestelle anzumelden.

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