Benachteiligung der Pflanzenmedizin

Die Gespräche in der Beratungsstelle offenbaren eine Reihe von Vorbehalten gegenüber dem vorherrschenden Medizinbetrieb: Er sei besonders bei schweren Gesundheitsproblemen zwar vielfach hilfreich, jedoch zu sehr technik- und apparateorientiert. Die Therapie sei vielfach mit schweren unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Die Medizin sei zudem sehr teuer und zu stark finanziell fokussiert. „Patienten haben heute ein starkes Interesse an wirksamen, nebenwirkungsarmen, am liebsten schädigungsfreien, auf Heilung hin orientierten und bezahlbaren Behandlungsformen. Diese stehen im Einklang mit einer menschlichen, das Patienten-Arzt-Verhältnis in den Mittelpunkt stellenden Medizin“, fasst Peter Friemelt die in seiner Beratungsstelle immer wieder geäußerten Erwartungen zusammen.

Die Realität sehe leider anders aus: Naturmedizin werde den Patienten häufig nur als eine Gesundheitsleistung auf eigene Kosten angeboten. Die finanzielle Belastung sei inzwischen immens: „Pro Jahr geben Patienten in Deutschland rund fünf Milliarden Euro für naturheilkundliche Behandlungen aus“, rechnete der Patientenberater vor. Die drei wichtigsten Wünsche von Versicherten an ihre Krankenkasse und den Gesetzgeber seien:

  • Naturheilmittel als Kassenleistung wünschen sich drei Viertel der Patientinnen und Patienten.
  • Naturmedikamente sollten dabei nachvollziehbar zugelassen und kontrolliert werden.
  • Zwischen Komplementär- und Schulmedizinern solle mehr „Teamwork“ stattfinden.

Von ihren Ärzten wünschen sich viele Patienten darüber hinaus neben Behandlungsvorschlägen auch praktikable Hinweise, wie sie durch Eigenaktivität einen Beitrag zu ihrer Gesundwerdung leisten können.

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