Perspektiven internationaler Standards und klinischer Forschung werden gebündelt

In der Physiotherapie Forschende sind eingeladen, am 17. und 18. November 2016 am ‚Forschungssymposium Physiotherapie‘ an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum teilzunehmen. Im Zentrum des Symposiums, welches der hsg-Studienbereich Physiotherapie veranstaltet, steht die Forschung zur klinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wissenschaftlich Tätige an Hochschulen, Kliniken und Reha-Einrichtungen können sich im Rahmen des Symposiums vernetzen und austauschen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland und dem angrenzenden deutschsprachigen Raum präsentieren ihre Forschungsschwerpunkte und Ergebnisse unter der Perspektive der klinischen Forschung in der Physiotherapie.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, ein hochkarätiges Programm aus den eingereichten Beiträgen in einem unabhängigen Review Prozess zusammenzustellen“, so Prof. Dr. Christian Grüneberg, Dekan des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften der hsg sowie Leiter des hsg-Studienbereichs Physiotherapie und Programmleitung des Symposiums.

Gemeinsam mit dem Verein ‚Deutsche Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft‘, der sich in Gründung befindet, gelang es den Programmverantwortlichen des Symposiums die aktuellen Forschungsschwerpunkte im deutschsprachigen Raum unter der Perspektive internationaler Standards und klinischer Forschung erstmalig zu bündeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum stellen Ergebnisse zu Fragen der Diagnostik und Intervention unter anderem zu den Schwerpunktthemen Neurorehabilitation, Geriatrie und Schmerzforschung vor. Des Weiteren sind einzelne Spezialgebiete wie die Bewegungsanalyse, Forschungsaktivitäten zum Beckenboden und der Musikergesundheit in das Programm aufgenommen worden.

„Wir haben zudem zwei herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Belgien und England gewinnen können, die das Programm auf hervorragende Weise ergänzen und aufzeigen, welche Forschungsaktivitäten und Perspektiven in den Nachbarländern aktuell eine Rolle spielen“, so Grüneberg. Prof. Dr. Catherine Sackely vom Kings College in London und Prof. Dr. Geert Verheyden von der Universität Leuven stellen die Forschungsaktivitäten und Entwicklungen aus der jeweiligen Perspektive in England beziehungsweise Belgien dar.

Das Symposium soll den Dialog innerhalb der deutschsprachigen Einrichtungen fördern und Forschungsnetzwerke zu weiteren Strategien und Schwerpunktthemen zur Verbesserung der Versorgungsqualität knüpfen. „Ich würde mir zusätzlich zu den Forschenden, Praxisvertreterinnen und Praxisvertretern, Akteuren im Gesundheitswesen und Studierenden auch Politikerinnen und Politiker sowie Entscheidungsträger im Gesundheitswesen als Teilnehmende für das Symposium wünschen“, erklärte Christian Grüneberg und fügte hinzu: „Es ist klar ersichtlich, dass die Akademisierung der Physiotherapie und die Forschungsaktivitäten sich immens weiterentwickelt haben. Politische Entscheidungen, die eine weitere Akademisierung ausbremsen führen dazu, dass wir in Deutschland weiter an Boden in Bezug auf den internationalen Vergleich, den wir gerade durch die vielen Anstrengungen wieder gut gemacht haben, verlieren. Den Mehrwert kann man hier direkt auf dem Forschungssymposium erleben“.

Die Anmeldung zum Symposium erfolgt ausschließlich online über die Tagungshomepage (http://www.hs-gesundheit.de/to/FSPT2016). Vergünstigte Anmeldungen (Early Bird) sind bis zum 10.10.2016 möglich.

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