Personalia: Prof. Dr. med. Daniela Husser-Bollmann

Leipzig, 16. September 2011. – Frau PD Dr. med. Daniela Husser-Bollmann (33), Oberärztin der Abteilung für Rhythmologie am Herzzentrum Leipzig, ist mit Wirkung vom 30. August auf eine Lichtenberg-Professur für Genomik von Vorhofflimmern an der Universität Leipzig beru-fen worden. Gefördert wird die Professur durch die Volkswagenstiftung.

Als erste am Herzzentrum Leipzig zum Professor berufene Frau erforscht Professor Husser-Bollmann die genetischen Grundlagen von Vorhofflimmern, um die individualisierte Therapie dieser Erkrankung voranzutreiben. Vorhofflimmern führt als häufigste Herzrhythmusstörung bei den Betroffenen zu vielfältigen Komplikationen und einer Minderung der Lebensqualität.

Professor Husser-Bollmann, geboren in Köln, studierte 1997 – 2003 Humanmedizin an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Sie verbrachte zwei Jahre an der University of California, Los Angeles, um dort sowohl klinisch, als auch an ihrer elektrophysiologisch aus-gerichteten Dissertation zu arbeiten. Für diese Arbeit erhielt sie 2006 den Promotionspreis der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2007 wurde sie in Stockholm für ihre wissen-schaftlichen Tätigkeiten mit dem Nils-Eric Svensson Forschungspreis ausgezeichnet.
Nach dem Studium war Professor Husser-Bollmann Assistenzärztin in der Kardiologie des Universitätsklinikums Magdeburg, bis sie 2007 ans Herzzentrum Leipzig wechselte wo sie 2010 auch habilitierte. Hier leitet sie die rhythmologische Ambulanz und Forschungsambu-lanz und führt eine Sprechstunde für Patienten und Familien mit angeborenen Herzrhyth-musstörungen, wie dem Long-QT-Syndrom oder dem Brugada-Syndrom, durch. Außerdem ist sie als Gastwissenschaftlerin in Lund (Schweden) und Nashville (USA) tätig.

„Ich sehe meine Berufung als Anerkennung meiner klinischen und wissenschaftlichen Leis-tungen und als weiteren Ansporn für meine Forschung“ so Professor Husser-Bollmann. Sie möchte auch zukünftig „nah am Patienten arbeiten“ und mit ihren „Ergebnissen zu einem besseren Verständnis und höherem Behandlungserfolg der Rhythmusstörungen beitragen“. „Ferner ist es mir wichtig, das spannende und sich rasend schnell entwickelnde Feld der Genetik von Herzrhythmusstörungen auch Studenten und jungen Kollegen näher zu brin-gen“.

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