PD Dr. Wibke Uller erhält Werner-Porstmann-Preis 2019

Innovation und Wissensdrang sind eng mit dem medizinischen Fortschritt verbunden. Das gilt insbesondere für PD Dr. Wibke Uller, Geschäftsführende Oberärztin und Leiterin des Interdisziplinären Zentrums für Gefäßanomalien und des Zentrums für Pädiatrische Interventionelle Radiologie am Institut für Röntgendiagnostik am UKR, die für ihre wissenschaftliche Arbeit mit dem Werner-Porstmann-Preis 2019 ausgezeichnet wurde. In ihrer Arbeit konnte die Medizinerin erstmals die Lebensqualitätsbeeinträchtigung von erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit venöser Malformation in einer Studie aufzeigen. Patienten mit venösen Malformationen leiden an angeborenen Gefäßmissbildungen die am Interdisziplinären Zentrum für Gefäßanomalien des UKR behandelt werden. Die missgebildeten Gefäße werden mit Medikamenten gezielt minimal invasiv verödet (sklerosiert). Es konnte zusätzlich gezeigt werden, dass Sklerosierungstherapien mit Alkoholgel, einem neuen Sklerosierungsmittel, zu einer Normalisierung der zur Lebensqualität zugehörigen Parameter führen und darüber hinaus positive Effekte auf mentale und psychosoziale Bereiche bewirken. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 100. Deutschen Röntgenkongresses am vergangenen Donnerstag in Leipzig statt.

In Gedenken an Werner Porstmann (1921 bis 1982), einem Pionier der kardiovaskulären Interventionen, verleihen die DRG und die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) den Werner-Porstmann-Preis zur Förderung der Interventionellen Radiologie. Der Preis wird für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Interventionellen Radiologie vergeben, die in den vorausgehenden zwei Jahren zur Veröffentlichung angenommen wurde. Der Preis ist mit 7.600 Euro dotiert und wird von der Firma Boston Scientific Medizintechnik GmbH gespendet.

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