PD Dr. M. Überall, Nürnberg, erhält Ehrenpreis des Deutschen Schmerzpreises 2011

PD Dr. Michael A. Überall hat – wie kein Anderer – sich mit hohem persönlichem Einsatz nicht nur um eine bessere Versorgung von Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen und damit um die Schmerztherapie allgemein verdient gemacht, sondern darüber hinaus – oft im Widerstand gegen den gesamten etablierten Wissenschaftsbetrieb – großen Schaden von Patienten abgewendet“, würdigt Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, den Preisträger.

Mit seinen Arbeiten zu den Auswirkungen des nur ökonomisch getriebenen Pflichtaustausches von stark wirksamen Schmerzmitteln auf Patienten habe Überall der frei erfundenen Unbedenklichkeit solchen Vorgehens die ersten und bislang einzigen wissenschaftlich fundierten Arbeiten entgegengesetzt. Weiter heißt es in der Urkunde: „Darüber hinaus hat er mit seiner sorgfältigen Analyse der Grundlagen und Aussagen der Leitlinie LONTS (Langzeit-Opioidtherapie bei Nicht-Tumor-Schmerzen) sich – ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile – auf der Grundlage seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den Großteil des etablierten Wissenschaftsbetriebs gestellt und die gravierenden Fehler und Mängel dieser von nahezu allen Fachgesellschaften abgenickten Leitlinie offengelegt.“

Der Ehrenpreis des Deutschen Schmerzpreises wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch wissenschaftliche Arbeiten über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände verdient gemacht oder die durch ihre Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des Problemkreises Schmerz und der davon betroffenen Personen beigetragen haben.

Der wissenschaftliche Träger des Ehrenpreises ist die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. Gestiftet wird der Preis von der Firma CT Arzneimittel GmbH.

FOTOMATERIAL VON DER PREISVERLEIHUNG UND EIN LEBENSLAUF DES PREISTRÄGERS KÖNNEN BEI DER PRESSE-STELLE ANGEFORDERT WERDEN

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